Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension: Die Märchen von Beedle dem Barden

Autor: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ [Hardcover]; 6,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 112 [Hardcover]; 128 [Taschenbuch]


Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.
Nun endlich haben auch Muggels die Gelegenheit, fünf der Märchen kennenzulernen. Eine Sternstunde für Potter-Fans. Und für alle, die zauberhafte Geschichten lieben. Mit einem Cover der Harry-Potter-Illustratorin Sabine Wilharm.
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Jeder der Harry Potter gelesen hat weiß, was für eine große Rolle besonders eins von Beedles Märchen spielt. Die Rede ist natürlich von dem von den drei Brüdern. Mich hat dieses Märchen schon im Buch und im Film sehr fasziniert und wie dadurch vieles Sinn gemacht hat, finde ich beeindruckend. Aber wer Harry Potter kennt weiß auch, dass dies nicht das einzige Märchen ist, dass Bedle verfasst hat. Es gibt noch unzählige weitere und einige, fünf, um genau zu sein, sind in "Die Märchen von Beedle dem Barden" zusammengefasst, unter ihnen auch "Das Märchen von den drei Brüdern". Aber das ist natürlich nicht alles. Die Mörchen sind schön und ich werde euch gleich noch verraten, welche zu meinen Lieblingen gehören, aber wirklich interessant finde ich die Anmerkungen, die Professor Dumbledore zu jedem Kapitel verfasst hat und einem noch einmal eine ganz andere Sicht auf das Märchen zeigen. 
Professor Dumbledore zeigt einem auf, was einem beim Lesen überhaupt nicht in den Sinn kommt. Wir sehen nur das Märchen, dass dort geschrieben steht, aber wir haben nicht das nötige Hintergrundwissen, um einschätzen zu können, in wie weit diese Märchen tatsächlich wahr sein können. So weist beispielsweise Babbitty Rabbittys Märchen einen Schwachpunkt auf, der mir ohne Dumbledores Anmerkungen vollkommen entgangen ist. 
Mein liebstes Märchen, neben den drei Brüdern, ist "Der Brunnen des wahren Glücks". Vielleicht etwas klischeehaft, da es wirklich eins dieser Märchen ist, in denen am Ende wirklich alles gut und schön und friedlich ist, aber gerade das gefällt mir daran irgendwie. Natürlich sind aber nicht alle Märchen des Buches so. So ist "Des Hexers haariges Herz" alles andere als schön und heiter. Diese Abwechslung finde ich sehr schön. 
Durch die Anmerkungen erfährt man außerdem noch viel mehr über die Geschichte der Zauberei und Hexerei. Und durch zahlreiche Fußnoten habe ich auch wirklich alles verstanden, denn was Zauberern und Hexen allgemein bekannt ist, davon habe ich manchmal noch nie etwas gehört, auch wenn ich alle Harry Potter Bücher mit Begeisterung oft und aufmerksam gelesen habe.
Der Schreibstil ist sehr leicht, was mich nicht wirklich überrascht hat, da es Märchen sind und dort will niemand lange über einen Satz nachdenken, ehe man dessen Grundgedanke verstanden hat.
Alles in allem hat es mir große Freude bereitet "Die Märchen von Beedle dem Barden" zu lesen und einen kleinen Einblick darin zu bekommen, was für Geschichten die Kinder von Zauberern und Hexen zu hören bekommen haben und immer noch zu hören bekommen. Und natürlich sind es nicht nur Geschichten, hinter jeder von ihnen Steckt eine Aussage. In diesem Detail unterscheiden sie sich nicht sehr von unseren Märchen.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne für dieses Buch

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Rezension: Sonnengelb

Autor: Julia K. Knoll
Verlag: Carlsen (Impress)
Preis: 2,99€
Buchlänge: 245 Seiten


Sonnenfunken auf der Haut, Unterwassergespräche mit Delfinen, Augen, die Menschen hypnotisieren können… Auch wenn sich das Großstadtkind Lillian nun auf dem bayerischen Land eingelebt hat, ist ihr der Mitschüler Alahrian noch so verwirrend fremd wie ganz zu Anfang. Irgendetwas ist anders an ihm. Dabei sucht er ganz eindeutig ihre Nähe und lädt sie sogar zum Schulball ein. Doch als der ersehnte Abend endlich eintrifft, taucht er einfach nicht auf…
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Sonnengelb knüpft dort an, wo Himmelblau aufgehört hat. Ich war also sofort wieder in der Geschichte drinnen und konnte Lillian und Alahrian weiter auf ihrer Reise begleiten, rein metaphorisch gemeint natürlich. Die zwei kommen sich immer näher, auch wenn Alahrians Geheimnis, was er ist, immer noch zwischen ihnen steht. Und das macht beiden ganz schön zu schaffen, aber auch das Auftauchen der gefährlichen Fenririm macht ihnen das Leben nicht leicht. 
Es gibt ein Wort, mit dem ich das Buch, meiner Meinung nach, beschreiben kann: süß. Die Art und Weise, wie Lillian und Alahrian sich näherkommen und einander kennen lernen kann ich nicht anders beschreiben. Es ist keine Geschichte, in der nur körperliche Anziehungskraft zwischen ihnen im Vordergrund steht. Und der Schreibstil ist genauso leicht und flüssig. Die zahlreichen Vergleiche und Natureindrücke, die immer wieder auftauchenmachen für mich das Lesen zu einem noch tolleren Erlebnis. 
Ich möcht unbedingt mehr wissen. Mehr über Alahrians Vergangenheit und mehr über die Entwicklung ihrer Beziehung. Wann wird er ihr endlich alles erzählen? Und sind nun wirklich alle Fenririm von Morgan, Alahrians Bruder, ausgelöscht worden? Da dies erst der zweite Band der fünfteiligen Reihe ist, sind für den Leser noch einige Fragen offen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir schon im nächsten band wieder etwas mehr erfahren werden.
Als einzigen Kritikpunkt habe ich vielleicht, dass keine wirkliche Spannung auftaucht. ich weiß noch nicht wo das ganze hinführen soll, denn derzeit hat sich die Geschichte wirklich nur um Lilian und Alahrian gedreht. Ein kleiner Ansatz ist vorhanden, aber ich hätte mir gewünscht, dass dieser schon in diesem Teil etwas mehr ausgebaut worden wäre.
Dennoch eine gelungen Fortsetzung, die mich definitiv neugierig gemacht hat, wie es in "Glutrot" weitergeht. 

Dienstag, 27. Dezember 2016

Rezension: In der Seele ein Grauwolf

Autor: Anika Lorenz
Verlag: Carlsen (impress)
Preis: 3,99€
Buchlänge: 260 Seiten


Endlich ist es Emma gelungen, das Geheimnis aufzudecken, das so lange zwischen ihr und Nate stand. Doch während sie sich ihm näher fühlt als je zuvor, scheint ihr normales Leben weiter entfernt, als sie es jemals für möglich gehalten hätte. Denn in ihrer Kleinstadt ist nun plötzlich sie diejenige mit dem Geheimnis. Und einem gefährlichen noch dazu. Verzweifelt versucht sie sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, aber wie soll sie das Tier in sich kontrollieren, wenn sie noch nicht mal weiß, welche Bestie in ihr schlummert?

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24 Stunden. Weniger als 24 Stunden habe ich gebraucht, um dieses Buch durchzulesen. Oder besser gesagt durch zu suchten. Da dies der zweite Teil der Hearts against soul Reihe ist und mir der erste Band noch relativ gut in Erinnerung geblieben ist, war ich beinahe sofort wieder in der Geschichte drinnen. Und ich wusste schon am Anfang, dass dieser Band ein noch größeres Gefühlschaos als der erste bereithalten würde. 

Emma weiß nun, dass sie eine Gestaltwandlerin ist, aber noch nicht, welches Tier sich in ihr verbirgt. Als sie es dann aber tatsächlich schafft das Tier in ihr bewusst raus zu lassen, sind alle ein bisschen geschockt. Ein Schneeleopard. Das gleiche Tier, in das sich auch Liam immer verwandelt und was diese Erkenntnis für Folgen hat ist für alle nicht einfach zu verarbeiten. Hegt sie doch Gefühle für Nate, aber was hat es mit dieser Lebenspartnerschaft auf sich, wegen der sie sich plötzlich noch stärker als sonst zu Liam hingezogen fühlt? Gefühlschaos ist vorprogrammiert, doch auch der anfängliche Missmut mit dem Tier in ihr nicht richtig kommunizieren zu können Belastet Emma. Hinzukommt die immer noch anhaltende Spannung zwischen ihr und ihrer Grandma. Alles nicht so einfach... 

Ich konnte sofort wieder in die Geschichte eintauchen und dort anknüpfen, wo der erste Band aufgehört hat. Ich habe Emma, Nate, Liam und Lana noch besser kennengelernt und mit ihnen die vielen verzwickten Situationen er- aber auch durchlebt. Emma und Liam verbindet dieses starke Gefühl zueinander hingezogen zu werden. Am Anfang war mir Emma sehr sympathisch, aber im Laufe des Buches hat dies etwas abgenommen, bevor es zum Ende hin wieder stärker wurde. Ich verstehe, dass sie sich ihren Gefühlen für Liam nicht entziehen kann, aber was sie Nate damit angetan hat... Aber Nate war schließlich auch nicht besser, er sucht sich jemand anderes zu hinwegtrösten. 
Diesen ganzen Mittelteil finde ich etwas lang. Für mich standen die Gefühle und ihre ganzen Probleme damit etwas zu sehr im Mittelpunkt und auch wenn das Gestaltwandeln immer noch präsent ist, wurde es, für meinen Geschmack, zu sehr von dem anderen verdeckt. 
Auch nimmt die Handlung zu langsam an Fahrt auf. Der Anfang und ein Teil des Mittelteils plätschern so vor sich hin und erst gegen Ende wurde es wieder richtig spannend. Keine Frage, ich konnte das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen, aber etwas mehr Spannung im vorderen Teil der Handlung hätte dem Buch bestimmt nicht geschadet. 

Das klingt jetzt alles so negativ, aber für mich sind das alles nur Kleinigkeiten, die mir beim Lesen zwar aufgefallen sind, die ich aber wirklich nicht an die große Glocke hängen will, denn sie haben mein Leseerlebnis in keinster Weise beeinflusst oder gar geschmälert. Ich habe es sehr genossen wieder in die Welt der Gestaltwandler einzutauchen und auch das ein oder andere Geheimnis ist an die Luft gekommen. gegen Ende haben sich in meinem Kopf einige Puzzlestücke verbunden, sodass ich nun ganz gespannt auf den letzten Teil der Reihe bin. Außerdem gefällt mir das Cover wirklich gut. Es passt gut zum ersten band und hat gleich Wiedererkennungswert.

Alles in allem ist "In der Seele ein Grauwolf" ein gelungene Fortsetzung, von der ich mir jedoch gewünscht hätte, dass der Aspekt des Gestaltwandels etwas mehr im Vordergrund steht

Ich vergebe 3,8 von 5 Sterne für dieses Buch.


Neuzugäge

Weihnachten ist vorbei und es lagen tatsächlich ein paar Bücher unter dem Weihnachtsbaum für mich. Okay, dass verwundert mich wenig, da jeder, der mich kennt, weiß, wie gerne ich lese. Und ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten, welche Bücher es sind, in denen ich bald abtauchen kann.

Und hier sind sie:


„Es gibt eine Parallelwelt. Und die befindet sich nicht hinter verzauberten Spiegeln oder verzauberten Schränken, nein – sie befindet sich im menschlichen Herzen. Jeder von uns trägt diese Welt in sich. Jeden Tag. Zu jeder Sekunde.“Das menschliche Herz ist in Aufruhr. Bisher lebten alle Gefühle friedlich miteinander, doch nun ist ein Kampf um Macht und Einfluss entbrannt. Nur die fünfzehnjährige Ava aus Glücksland kümmert das nicht: Sie beschließt, den verbotenen Neidwald zu bezwingen und damit das größte Abenteuer ihres Lebens zu wagen. Doch schon bald wird ihr klar, dass sie geradewegs in eine tödliche Verschwörung schlittert…Bist du bereit, Ava in den Neidwald zu folgen und den Zauber des Herzens zu erleben?

Schon lange auf meiner Wunschliste und nun endlich in meinem Bücherregal.

Aber noch ein zweites Buch durfte bei mir einziehen:



Als die heimatlose Jade nach einem misslungenen Diebstahl von den Häschern der grausamen Königin Scylla gefangengenommen und misshandelt wird, glaubt sie, ihr Dasein sei zu Ende. Halbtot in den von gefährlichen Kreaturen bevölkerten Wäldern ausgesetzt, schließt sie mit ihrem Leben ab. Doch Indigo, ein mysteriöser Vagabund, scheint nur auf sie gewartet zu haben. Er rettet Jade das Leben und zwingt sie dazu, an seiner Seite auf eine lange Reise zu gehen. Eine Reise voller tödlicher Gefahren, deren Sinn und Ziel sie nicht kennt. Tausend Geheimnisse umgeben Indigo, unzählige Feinde verfolgen seine Spur. Jeder Tag und jede Nacht machen Jades Reisegefährten nur noch rätselhafter, doch sie ist entschlossen, die Wahrheit über ihn herauszufinden.

Hier habe ich eine Weile überlegt, ob ich es mir lieber als Ebook oder richtiges Buch hole, aber da Weihnachten war und richtige Bücher immer schöner sind, durfte auch dieses Buch als Taschenbuch bei mir einziehen.


Ich freue mich schon sehr darauf beide Bücher zu lesen :)

Montag, 26. Dezember 2016

Rezension: Winterflüstern

Autor: Tanja Voosen
Verlag: Carlsen (impress)
Preis: 3,99€
Buchlänge: 356 Seiten


Auch wenn Kasie mit Nachnamen Clark heißt und gerne Nerd-Brillen trägt, ist sie von einem Dasein als Supergirl noch meilenweit entfernt. Stattdessen hilft sie Menschen auf eine andere Weise: Sie sammelt Lebensgeschichten und bietet im Gegenzug ihren Rat an. Dabei bräuchte sie eigentlich selbst einen, als sie plötzlich in eine neue Stadt ziehen und bei der Familie ihrer Cousinen Lucy und Taylor wohnen muss. Schon bei ihrer Ankunft dort wird ihr die tragischste Lebensgeschichte ihrer Sammlung erzählt – von Constantin, dem seltsam anziehenden Jungen, der am Bahnhof sitzt und auf einen Zug wartet, den er nicht bezahlen kann. Aber auch guter Rat ist teuer…

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Winterflüstern ist der dritte Teil einer Reihe, angefangen mit Sommerflüstern und gefolgt Herbstflüstern. Die Bände können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden, ws ich persönlich sehr toll finde, da dies der erste Band der Reihe ist, denn ich gelesen habe. Aber mir war schon nach einigen seiten klar, dass ich die zwei vorherigen Bände auf jeden Fall noch lesen möchte. 

Die Geschichte rund um Kasie finde ich sehr gut aufgebaut. Ich habe einen guten Einstieg in die Geschichte gefunden und sie hat sich langsam aufgebaut. Kasie war mir von Anfang an sehr sympathisch, aber auch den anderen Charakteren konnte ich schnell etwas abgewinnen. Tylor und Lucy haben noch ihre ganz eigene Geschichte, die in Sommer- bzw. Herbstflüstern erzählt wird.

Kasie ist ein Mädchen, dass sich viel zu viele Gedanken über alles und jeden macht, aber vor allem über ihre eigene Situation. Von der Mutter zu ihren Verwandten geschickt, der Vater leidet unter Gedächtnisverlust. Alles nicht so einfach, aber immerhin wird sie bei ihren Verwandten herzlich aufgenommen und neue Freunde sind auch nicht fern. Jemma ist aufgeweckt und redet sehr viel, aber man merkt schnell, dass sie eine richtig gute Freundin ist.
Man kann es glauben nehmen, wie man will. Aber Jemma und Kasie brauchen beide neue Freunde und ich kann nicht sagen, ob es tatsächlich Jemma war, die zur rechten Zeit am rechten Ort war, nur weil Kasie die "Neue" an der Schule ist. Denn beide helfen der anderen im Buch das ein oder andere mal zu erkennen und zu verstehen. 

Und dann gibt es auch noch Constantin Bash. Am Anfang wusste ich nicht, wie ich ihn einschätzen soll, aber dass hat sich dann doch relativ schnell geklärt. Wenn zwei Personen sich auf jeden Fall treffen sollten, dann sind es Kasie und Constantin. Zwei Nerds, aber auf eine coole Weise. Und damit komme ich gleich zum nächsten Punkt, den ich an dieser Geschichte liebe:
Die Anspielungen und Erwähnungen berühmter Filme, Serien, Spiele. Ich bin selbst ein großer Fan von vielem, was im Buh auf die ein oder andere Art erwähnt wurde. 
Aber auch Nebenfiguren kamen nicht zu kurz. Tylor, Lucy, Archie,... Ich hoffe diese Figuren in den anderen Bänden der Reihe noch besser kennen zu lernen. 
Die Beziehung zwischen Kasie und Constantin entwickelt sich erst langsam, aber stetig. Es ist keine von Kitsch überladene Liebesgeschichte.  So wie die zwei Charaktere sich kennen lernen, lernt auch der Leser sie kennen. Dadurch wirkt es auch weder unrealistisch, noch überladen.  


Aber es geht schließlich nicht nur um Kasie, Constantin und Jemma in dieser Geschichte. 
Ein ganz großes Thema ist der Begriff Neuanfang. Kasie hat mit der Amnesie ihres Vaters zu kämpfen, aber was ihr dabei etwas hilft ist das Tagebuch, dass er früher mit Geschichten von Menschen gefüllt hat und was sie nun weiterführt. Und während sie darin liest und es bei sich hat, stößt sie auf eine Geschichte ihres Vaters, von der sie noch nie zuvor gehört oder gelesen hat. Es geht um ein altes Ehepaar mit dem ihr Vater befreundet war, um eine Taschenuhr und einen Streit, der eine Familie auseinander gerissen hat. Kasie möchte wissen, was es damit auf sich hat und darauf wird sich in einem Großteil des Buches konzentriert. Ich habe mit Freuden verfolgt, wie die drei Freunde dahintergekommen sind und dabei auch etwas für sich selber und ihr Leben gelernt haben. 

"Manchmal reicht es, wenn eine Person etwas Besonderes in einem sieht [...] Eine Person reicht aus, um dein Leben zu verändern, vielleicht sogar, um die Welt zu verändern."

Dieses Zitat aus dem Buch finde ich besonders schön. Wollen wir nicht alle so eine besondere Person? Ob die Charaktere dieses Buchs so eine Person gefunden haben, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. 

"Winterflüstern" ist das zweite Buch, welches ich von Tanja Voosen lesen. Der Schreibstil ist immer noch genauso toll, wie er es bei "Kein Kuss wie dieser" war und auch das Cover finde ich sehr schön, auch wenn der winterliche Aspekt zu mir erst im hinteren Teil des Buches durchdrang. 

Alles in allem ist "Winterflüstern" ein sehr schönes Buch mit viel Gefühl und perfekt für die kalten Wintertage geeignet. Mir wurde so manches mal warm ums Herz, aber genauso oft hat sich ein Schmunzeln auf meine Lippen geschlichen. Ich kann es jedem empfehlen, der für ein paar Stunden seinem Alltag entfliehen möchte.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Rezension: SnowFyre. Elfe aus Eis

Autor: Amy Erin Thyndal
Verlag: Dark Diamonds (Carlsen)
Preis: 4,99€
Buchlänge: 370 Seiten


**Wie Feuer und Eis...**

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

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Eine Elfe der ihr Herz gebrochen wurde und ein Elf, der dafür verantwortlich ist. Und ausgerechnet die beiden sollen zusammen den Frühling beschwören. Wenn das nicht mal eine Konflikt- und Gefühlsgeladene Geschichte ergibt. Und ich sollte mit meiner anfänglichen Vermutung recht behalten. Fyre ist eine Winterelfe, der es sehr wichtig ist, dass jeder von ihr nur die starke und kraftvolle Seite kennt. Schon lange gewährt sie niemandem mehr einen Einblick in ihr Innerstes. Doch man merkt schnell, dass Fyre nicht so gefühlskalt ist, wie sie es gerne hätte und nach außen hin wirkt. Und der Mann, der vor Jahren ihr Herz gebrochen hat? Ciel, ein Sommerelf, strahlt Wärme und Sanftheit aus. Er versteht Fyre genauso wenig wie alle andere, obwohl sie doch einmal so ein gutes Verhältnis zueinander hatten. Doch wird das für immer so bleiben? Ihr gemeinsamer Aufenthalt am Sommerpalast wird ihre Gefühle zumindest gehörig durcheinanderbringen.

Das Cover gefällt mir schon einmal sehr, sehr gut. Es hat in mir sofort das Bedürfnis hervorgerufen, dass ich das Buch lesen möchte und das, obwohl ich mich noch nicht einmal darüber informiert hatte, um was es in der Geschichte überhaupt geht. Erst auf den zweiten Blick ist mir die Blüte aufgefallen und ich finde es sehr schön, dass diese nicht nur einfach so gewählt wurde, sondern auch in der Geschichte eine Rolle spielt. Ansonsten bin ich ja schon immer ein Fan von Blau, Weiß und Eis gewesen.

Die Idee, dass der Sommer und der Winter zusammen den Frühling schaffen gefällt mir sehr gut. Ich habe bis jetzt auch noch kein Buch gelesen, in denen so direkt die vier Jahreszeiten aufgegriffen wurden, obwohl es sich hier natürlich auch nur um den Sommer und den Winter handelt. Auch die Schauplätze, die die Autorin geschaffen hat finde ich sehr gelungen. So sind es teils moderne Handlungsorte wie Hochhäuser, Hotels und Städte, aber auch Paläste, die Natur und mitunter auch Höhlen. Besonders gefallen hat mit der Brunnen der Jahreszeiten und der Wald der Toten - sehr faszinierend. Und diesen Spagat zwischen Moderne und Altertum ist ihr auch meistens sehr gut gelungen.

Die Sprache war sehr modern und mündlich, mit an manchen Stellen etwas zu modern, aber sie war auch ein wesentlicher Bestandteil des Buches, der mir dabei geholfen hat Seite um Seite zu lesen. Generell hatte ich das Gefühl sehr gut voran zu kommen, was mitunter auch an der Story lag. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und das, obwohl an manchen Stellen recht wenig passiert ist und ich mir vielleicht einen anderen Handlungsverlauf gewünscht hätte. Leider muss ich hier sagen, dass die Geschichte gen Ende etwas schwächer wurde. Der Spannungsaufbau kam bei mir nicht wirklich an und das Ende wurde mir, ehrlich gesagt, etwas zu schnell abgehandelt. Auch hätten ich es schön gefunden, wenn die Aufgaben, die es gilt um den Frühling zu schaffen, etwas mehr Raum bekommen hätten. Zudem gingen mir Fyre und Ciel in der Mitte das Buches manchmal ganz schön auf die Nerven.

Punkten konnte die Autorin auf jeden Fall mit der Grundidee der Geschichte und den altertümlichen Handlungsorten. Außerdem mit den kleinen Ideen, die in der Geschichte vielleicht keine allzu große Rolle spielen. So beispielsweise die Rosen, die auf Fyres Haut erblühen, wenn sie eine Person in ihr Herz geschlossen hat. Aber auch mit den Nebenfiguren, wie Skye und Luna. Vor allem mit Skye.

Alles in allem ein gutes Buch, dass jedoch teilweise noch Schwächen aufweist, die jedoch nur sehr wenig, bis gar nicht mein Lesevergnügen geschmälert haben. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe auch zukünftig wieder in die Welf der Elfen abtauchen zu können. 


Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen für dieses Buch.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Rezension: Schmetterlingsblau

Autorin: Sarah Nisse
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 12,90€ [Softcover], 3,99€ [Ebook]
Buchlänge: 312 Seiten


„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“

Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?


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Ein Mädchen mit einer Krankheit, die ihr das Leben nimmt, bevor sie es überhaupt leben kann. Und ein Junge, dem der Tob eben erst begegnet ist. Wie es diese Beiden es dennoch schaffen ihr Leben zu leben und dabei über Zweifel und das unvermeidliche, was die Zukunft bringt hinwegzusehen, wird in diesem Buch auf emotionale und schicksalhafte Weise beschrieben.

Ganz ehrlich? Ich war erst skeptisch, ob ich dieses Buch überhaupt lesen möchte. Der Satz auf dem Klappentext hat mich mehr als verwirrt. Aber ich habe es dennoch getan und ich bin froh darüber. Denn dieses Buch offenbart mir eine Welt, die so voller Schmerz und Zweifel und Verlust steckt, Menschen aber trotzdem, oder gerade deswegen, das Schöne in der Welt sehen. All das Schreckliche führt ihnen vor Augen, dass es darauf ankommt im hier und jetzt zu leben. Zu leben, so lange man die Chance dazu hat. Aber vor allem mit denen zu leben und seine Zeit zu verbringen, die einem die liebsten auf der Welt sind. Den Zeit ist kostbar. Diese Geschichte. Die Geschichte von Jade und Alain verdeutlicht das sehr gut. 

Der Prolog hat mich abgeholt und in die Geschichte hineingezogen. Ich musste nicht erst zwanzig Seiten lesen um das Gefühl zu haben wirklich an der Geschichte teil zu haben. Den Schreibstil finde ich von Anfang an perfekt. Es sind nicht nur aneinandergereihte Worte. Sie harmonieren zusammen, als wären sie dafür geschaffen und haben es so geschafft, dass Satz um Satz, Seite um Seite dahingeflossen ist und mich immer tiefer in eine Welt voller Schmetterlinge, Liebe, aber auch Schmerz entführt haben.

"Sie hat die süße Seite des Lebens geliebt, wahrscheinlich, weil sie die bittere nur allzu gut gekannt hat."

Ich habe die Charaktere kennen und lieben gelernt, zumindest die meisten. Jade lernt man als zurückhaltendes und regelbefolgendes Mädchen kennen. Ihr ganzes Leben hat sie in der Villa verbracht. Eingesperrt und von der Außenwelt getrennt. Bis es bei ihr Klick macht und sie eines Abends, unverhofft, Alain vor dem großen Gartentor steht.
Und Alain? Erst kürzlich hat er seine Eltern verloren und als er in sein Heimat, die Normandie zurückkehrt, fängt er auf einmal an seine bisherigen Entscheidungen in Frage zu stellen. Das Studium ist nicht das, was er will. Seine wahre Leidenschaft ist etwas ganz anderes. Und hinzukommt sein schwieriges Verhältnis zu seinem Großvater.
Aber es warten noch zahlreiche andere Charaktere auf einen, die einen im Laufe der Geschichte ganz schön überraschen. Madam Dupont, der Hausdrache der Villa, die doch nicht ganz so herzlos ist, wie es immer den Anschein hat? Guy Masson. Was verbindet ihn mit der Villa und ihren Bewohnern? Und welches Geheimnis hatte Alains Familie vor ihm verborgen?

Es werden gleich zu beginn jede Menge Fragen aufgeworfen und es kommen stetig neue hinzu. Aber ich kann euch sagen: Am Ende macht alles Sinn. Ach ja, dass Ende. Es hat mich ganz schön überrascht. Es rundet die Geschichte perfekt ab. Da ich mich kenne und weiß, dass ich an der ein oder anderen Stelle hätte meckern müssen, dass es zu schnell geht. Dass die Beziehung der Beiden zu forsch voranschreitet. Aber ich kann nicht, denn in diesem Fall passt es. Jade weiß, dass ihr nicht mehr so viel Zeit bleibt, wie sie gerne hätte. Aber dennoch schafft sie es so ein fröhlicher Mensch zu sein und die Dinge zu genießen, solange sie noch kann. Sie lässt sich nicht von ihrer Angst beherrschen und das finde ich sehr bewundernswert an ihrem Charakter.

"Jede Reise war irgendwann zu Ende. Jede Liebe Starb irgendwann. Wer etwas anderes behauptete, war ein Lügner. Oder ein Träumer."

Keine Ahnung, wie ihr das seht, aber ich bin dann doch lieber ein Träumer. Träume von anderen Welten. Welten, wie die von Jade und Alain.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ihre Höhen und Tiefen hat. Geheimnisse, die die Geschichte durchweg spannend gestalten und eine Aussage, die es in sich hat. Dieses Buch gehört definitiv zu den besten, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ihr wohnt ein Zauber inne, der mich begeistert und berührt hat. Und das Cover passt auch hervorragend dazu.

Ich vergebe 5 von 5 Schmetterlinge für diese wundervolle Geschichte!

Freitag, 9. Dezember 2016

Show it Friday #16




Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige ein Buch, welches du nur gelesen hast bzw. lesen willst, weil dir die Verfilmung gefällt

Da muss ich tatsächlich erst einmal nachdenken. Ich habe ein paar Bücher erst gelesen, nachdem ich den Film dazu gesehen habe. Das erste, was mir dazu einfällt ist:


An der Schwelle zwischen Leben und Tod findet Logan Thibault einen Glücksbringer: die Fotografie einer lächelnden, schönen Frau. Obwohl er sie noch nie zuvor gesehen hat, glaubt Thibault, dass sie den Schlüssel zu seinem Schicksal in Händen hält. Er sucht die geheimnisvolle Frau auf – und sein Leben nimmt eine so wunderbare wie dramatische Wendung.

1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf deinem SuB oder steht auf deiner Wuli?

Ich möchte dieses Buch unbedingt noch lesen, weil mir der Film sehr gut gefällt. Ich finde die Liebesgeschichte unglaublich süß und da ich schon andere Bücher von Nicholas Sparks gelesen habe, muss ich dieses auch noch lesen. So geht es mir aber auch bei "Wie ein einziger Tag". (Leider finde ich den Film nicht mehr :/)

2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?


Ich finde es ganz schön, dass das Cover so schlicht gehalten ist, aber andererseits wäre ich wohl in einem Laden nie darauf aufmerksam geworden.

3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja wie waren diese? 

Sowohl "Kein Ort ohne dich", das bereits bevor ich den Film gesehen habe, der dem Buch auf keinen Fall das Wasser reichen kann, aber auch schon "Kein Ort ohne dich".

Habt ihr schon Bücher von ihm gelesen/Filme von ihm gesehen? Wie findet ihr sie?

Mittwoch, 30. November 2016

Rezension: Pandemonium

Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Preis: 8,99€ [Ebook]; 8,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 352 Seiten


Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

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Auch bei diesem Band hatte ich Probleme einen Einstieg zu finden, aber nach den ersten zwanzig Seiten flossen die Buchstaben nur so dahin. Ich kam rasch voran, und vor allem der Mittelteil ging mir schnell von der Hand. Obwohl es immer noch um die Liebe geht und Alex allgegenwärtig in Lenas Gedanken ist, geht ihr leben weiter. Sie steht jeden Tag auf, versucht wieder auf die Beine zu kommen und läuft ihre Runden. Sie gliedert sich in die Reihen der Invaliden ein. Die Abnormalen, obwohl es doch für uns alle die sind, die die Welt sehen, wie sie eigentlich sein sollte. Mit Liebe, Leidenschaft, aber auch Schmerz und Verlust. Jeder in der Wildnis kann sein eigenes Lied davon singen und Lena auch. Sie gehört jetzt dazu.

Es tauchen jede Menge neue Charaktere auf. Der einzige, der uns erhalten geblieben ist, ist Lena. Sie findet neue Freunde. Leute, denen sie mit der Zeit ihr Vertrauen schenkt. Lena macht einen unglaublichen Schritt in ihrer Entwicklung und das finde ich sehr beeindruckend. Es geht in diesem Band immer noch um die Liebe, aber sie steht nicht so stark im Vordergrund, wie in anderen Büchern. Sie ist präsent. Immer. Aber mit gefällt die Art, wie sie immer "anwesend" ist. Nicht zu aufdringlich, aber man verliert nie das eigentliche Thema des Buches aus den Augen. Aber es geht gleichzeitig um noch so viel mehr. Es geht um die Freiheit. Das Recht jedes einzelnen für sich selber Entscheidungen zu treffen. Die Möglichkeit zu haben sich sein eigenes Leben aufzubauen und sich nicht einem blöden Gesetzt unterwerfen zu müssen.

Wie diese Themen in diesen Büchern angesprochen werden finde ich sehr interessant und außerdem sehr gelungen. An diesem Buch ist aber noch etwas besonders. Es gibt zwei verschiedene Perspektiven. Beide Male aus Lenas Sicht, aber einem betitelt mit "jetzt" in dem die aktuellen Vorkommnisse beschrieben werden und einmal "damals". In diesen Kapiteln geht es darum, wie sie in das Lager der Rebellen/Freiheitskämpfer gekommen ist. Am Anfang hat mich das etwas verwirrt, aber schnell war ich davon begeistert gewesen.

Und vor allem ein Charakter hat mich sehr interessiert. Julius. Bei einer Aktion soll Lena unbedingt bei ihm bleiben. Und wird zusammen mit ihm gefangen genommen. Dabei kommen sie sich unweigerlich etwas näher. Aber Julius ist kein Rebell. Er weiß nicht wie es ist zu lieben. Interessant finde ich hierbei, dass in diesem Band die Rollen getauscht wurden. Im letzten Band war noch Lena die unwissende. Die, die keine Ahnung hatte. Und nun ist es genau andersherum. Wird sie ihm ihre Sicht nahe bringen können?

Enden tut das Buch mit einem bösen Cliffhanger, der mich für einen Moment sprachlos gemacht hat. 

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Dienstag, 29. November 2016

Gemeinsam Lesen #16


"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die jedoch von  Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstags werden Fragen beantwortet, um das Buch, das man gerade liest etwas besser vorzustellen.



„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“
Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Schmetterlingsblau" und bin auf Seite 35 von 296.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Milchige Wolken trieben über die Felder, an denen der Bus vorbeischaukelte, der mich nach Fleury bringen sollte.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin mir schon jetzt ziemlich sicher, dass das Buch in eine ganz andere Richtung gehen wird, als ich erwarte. Aber das gefällt mir. Bis jetzt stehe ich ja noch ziemlich am Anfang. Ich werde also sehen, wie es mir gefällt, wenn ich erst einmal richtig in der Geschichte drin bin.

4. Von welchem Verlag hast du im letzten Monat die meisten Bücher gelesen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das der Calsen Verlag sein müsste, denn von dem habe ich in letzter Zeit eine Menge gelesen. Aber die Bücher fallen auch genau in meine Sparte von Büchern, die ich gerne lese: Fantasy. Ich liebe Fantasy und das mit einem Schuss Romantik. 

Welches Buch lest ihr gerade? Und von welchem Verlag habt ihr in letzter Zeit die meisten Bücher gelesen? 

Montag, 28. November 2016

Cover Monday #21



Ins Leben gerufen wurde er von Moyas Buchgewimmel.

Jeden Montag wird ein Cover vorgestellt, dass einem sehr gut gefällt, unabhängig davon, ob man das Buch besitzt oder nicht, oder ob man es schon gelesen hat oder nicht.


»Wir leben in der Dunkelheit und warten auf den einen Tag, an dem wir endlich strahlen können.«

Für die ehrgeizige Archäologie-Absolventin Emma zählt nach der Trennung von ihrem Ex nur eins: die finanzielle Unabhängigkeit. Von der ist sie jedoch durch die schlecht bezahlten Praktikantenjobs meilenweit entfernt.

Während einer Expedition auf einer isländischen Vorinsel wird sie von ihrem Ausgrabungsteam getrennt und trifft auf den mysteriösen Mann Wulf, dessen Erscheinung nicht ganz menschlich ist, und sie sofort fasziniert. Emma wittert ihre Chance, mit Wulf eine sensationelle Entdeckung gemacht zu haben, die ihr die Türen zur Welt der reichen und erfolgreichen Wissenschaftler öffnen wird. Doch auf die Gefühle, die der seltsame Fremde in ihr hervorruft, ist sie nicht vorbereitet.

Als Emma schließlich erkennt, wer Wulf wirklich ist, gerät nicht nur ihre Welt ins Wanken. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges, und schnell lernt sie, dass nicht jeder, der in der Dunkelheit kämpft, gleichzeitig ein Schurke ist.

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Tja, was soll ich sagen? Ich finde das Cover einfach wunderschön! Die Farben passen total gut zueinander und das der Weltenbaum Yggdrasil abgebildet ist, macht es für mich natürlich nur noch attraktiver. Seitdem ich die nordische Mythologie für mich entdeckt habe fasziniert mich alles an ihr und das in diesem Roman die Rollenverteilung etwas anders ist, finde ich auch den Inhalt ziemlich interessant und möchte das Buch unbedingt lesen.

Wie findet ihr das Cover?

Sonntag, 27. November 2016

Rezension: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Autor:  J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ [Taschenbuch], 26,99€ [Hardcover]
Buchlänge: 768 Seiten


An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die fehlenden Horkruxe zu finden, um zu vollenden, was Dumbledore und er begonnen haben. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen.
Mit Ron und Hermine an seiner Seite und einem magischen Zelt im Gepäck begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise, quer durch das ganze Land. Als die drei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch er ahnt schon jetzt: Welche Wahl er auch trifft – am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten …

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Das Ende. Also nicht das Ende-Ende, aber das Ende einer großartigen Reihe. Okay, wir wissen alle, dass eine Fortsetzung rauskam, aber für mich ist dieser Band der Abschluss der Hauptreihe. Sieben Bände, 4400 Seiten und jede Menge Momente der Magie und des Zaubers. Zahlreiche Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind, oder die ich von Herzen nicht ausstehen kann (*hust*Umbridge*hust*). Es hat mir wirklich große Freude bereitet diesen Band zu lesen und ich habe erneut viele wunderschöne, aber auch unglaublich traurige und schmerzhafte Momente erlebt. Vor allem vier Tode gingen mir besonders nahe und finde ich besonders schlimm.

In diesem Band kommt es zum großen Showdown zwischen Harry und Voldemort. Aber zuerst müssen sich auf die Suche nach Voldemorts verbliebene Hokruxe machen. Einige müssen noch zerstört werden, aber um das zu tun müssen Harry, Hermine und Ron sie erst einmal finden. Und die sind gut versteckt. Anstelle ihres siebten Schuljahres (in der Schule ist auch nichts mehr, wie es einmal war) reisen sie quer durch Land und erleben dabei mal wieder einiges. Und auch emotional wird es nicht ganz einfach. Spannungen zwischen den drei verkomplizieren die Sache zwar, aber es kommen auch neue Informationen ans Licht.
Und als sie schließlich soweit sind (oder auch nicht) beginnt die große Schlacht um Hogwarts. Kämpfe auf Leben und Tod. Entscheidungen, die, wenn auch schwer, getroffen werden. Und Wahrheiten, die nach Jahren ans Licht kommen. J. K. Rowling packt ihre Trickkiste noch einmal aus und überrascht den Leser mit der ein oder anderen überraschenden Wendung.

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr viel Worte zu den Worten, dem Setting und dem ganzen verlieren. Jeder weiß, dass J. K. Rowling eine fantastische Autorin ist und auch bei diesem Band hat sie ganze Arbeit geleistet. Die Charaktere sind toll und viele von ihnen habe ich in mein Herz geschlossen. Das Setting und die Orte sind immer wunderbar beschrieben.

Ich wurde in eine Welt entführt, die ich an manchen Tagen am liebsten überhaupt nicht mehr verlassen wollte. Eine Welt voller Magie und Zauberei und Freundschaft. Ich habe Harry in all seinen sieben Jahren, seit er erfahren hat, dass er ein Zauberer ist, begleiten könne und für diese Chance bin ich J. K. Rowling sehr dankbar. In eine Welt abtauchen zu können, die so viele Menschen begeistert und das nicht ohne Grund.

Danke. Es war wunderbar mir Harry, Ron und Hermine so viele Abenteuer erleben zu dürfen. So viele Menschen kennen zu lernen und manchmal einen völlig neuen Blickwinkel zu bekommen.

Für diesen grandiosen Abschluss vergebe ich 5 von 5 Zauberstäbe.

Samstag, 26. November 2016

Donnerstag, 24. November 2016

Der Lovelybooks Leserpreis 2016

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2016/

Es ist mal wieder soweit. Nachdem ich mir in den vergangenen Monaten, seitdem ich auf Lovelybooks aktiv bin, nur die Gewinner der letzten Jahre angucken konnte, habe ich dieses Jahr aktiv mitbestimmt, wer den Lovelybooks Leserpreis erhält. Natürlich macht einen einzige unter vielen nicht immer viel aus, aber etwas kann man damit doch bewirken und so haben es auch einige meiner Jahreslieblinge in die Toppositionen geschafft. Hier möchte ich euch einige der Gewinner vorstellen. Einige davon habe ich schon gelesen und einige davon will ich unbedingt noch lesen.

Die Kategorie in der sich die meisten Bücher befinden, die ich ganz toll finde, ist natürlich Fantasy:

Das Buch, dass dort Platz eins belegt hat möchte ich unglaublich gerne noch lesen, aber auch das Cover, das gleichzeitig Platz 2 in der Kategorie "Bestes Buchcover" belegt:

"Die Mondprinzessin" von Ava Reed


Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

Dieses Buch möchte ich gerne noch lesen, aber es sind auch einige dabei, die ich schon gelesen habe. So unter anderem:

"Divinitas" von Asuka Lionera und "Ein Käfig aus Rache und Blut" von Laura Labas


Der erste Platz in der Kategorie Jugendbücher hat mich überhaupt nicht überrascht. Es war schließlich die Neuerscheinung des Jahres:

"Harry Potter und das verwunschene Kind" von J. K. Rowling

 

Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen. Mir war von Anfang an klar, dass es nicht so sein würde, wie die anderen Harry Potter Bücher, aber ich konnte wieder in die Welt voller Magie abtauchen und das war wundervoll.
Und auch in dieser Kategorie gibt es noch einige Bücher, die ich gerne lesen möchte. Wie zum Beispiel:


Und nun möchte ich euch noch drei Buchcover/-titel, die mir besonders gefallen.


Das Cover von "Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln" finde ich wirklich wunderschön. Sehr magisch und zauberhaft. Aber genauso geht es mir auch bei "Herz aus Gold und Asche". Hier finde ich die Verbindung der Farben sehr schön. Gold und dunkelblau harmonieren, in meinen Augen sehr gut miteinander.

Und bei dem anderen Buch. Ich glaube es hat nicht umsonst in der Kategorie "Bester Buchtitel" gewonnen.

Habt ihr den Leserpreis verfolgt? Oder sogar selbst abgestimmt? Ich will auf jeden Fall nächstes Jahr wieder meine Stimme abgeben.

Mittwoch, 23. November 2016

Rezension: Harry Potter und der Halbblutprinz

Autorin: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 11,99€ [Taschenbuch]; 23,99€ [Hardcover]
Buchlänge: 656 Seiten


Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zauberschule. Dumbledore will seine Schützlinge vor dem Zugriff des Bösen bewahren. Um Harry zu wappnen, erforscht er mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem »Halbblutprinzen« gehörte, ihm helfen kann? Nur ein Detail fehlt, das Harry finden muss, dann liegt das Geheimnis um Voldemort offen. Dumbledore führt ihn, doch im alles entscheidenden Moment ist der Halbblutprinz zur Stelle und zeigt sein wahres Gesicht.

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Der vorletzte Band der Reihe. Es fällt mir unglaublich schwer meine Einschätzung zu diesem Band abzugeben, weil ich einfach nicht weiß, wo ich beginnen soll. Es ist großartig auch dieses Schuljahr nach Hogwarts zurückzukehren, aber dieses Mal ist die Handlung wesentlich düsterer und ließ mich am Ende mit Unglauben und Bestürzung zurück. Harry wird von Dumbledore in Voldemorts Vergangenheit unterrichtet, Wozu das gut seien soll? Voldemorts Vergangenheit ist der Schlüssel, um ihn zu besiegen. Und diese Vergangenheit hat es in sich, denn schon als Kind war Tom Riddle alles andere als normal. Aber an dieser Stelle möchte ich nicht weiter ins Detail gehen.

Der Schreibstil von J. K. Rowling ist wie gewohnt gut und hilft ungemein schnell durch das Buch zu kommen. Sie findet immer den richtigen Grad zwischen zu viel und zu wenig Beschreibungen. Das Mittelmaß. Ich war gefesselt von den Seiten und wollte nur immer weiter und weiter in die Welt rund um Hogwarts, London und Magie abtauchen. Mich fasziniert diese Welt immer noch wie am ersten Tag und ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwann einmal anders sein könnte.

Und auch in diesem Teil erwarten und neue Figuren. Speziell eine, die für den weiteren Handlungsverlauf wichtig ist. Horace Slughorn wird der neue Lehrer für Zaubertränke. Und wer sich jetzt sofort fragt: "War das sonst nicht immer Snape?" kennt sich wirklich gut aus. Aber Snape bekommt in diesem Band tatsächlich seine begehrte Stelle als Lehrer in "Verteidigung gegen die dunklen Künste". Eine großartige Figur, auch wenn er mir manchmal ein bisschen auf die Nrven ging, aber an sich sehr gut durchdacht und vor allem die Geschichte mit dem Fisch fand ich sehr berührend.

Aber auch Charaktere, die schon seit Anfang dabei sind können einen in ihrer Entwicklung immer noch überraschen. Draco Malfoy spielt in diesem Band auch eine wichtige Rolle. Er kommt vielleicht nicht so oft vor, aber das heißt nicht, dass er nichts plant, denn schon in den ersten paar Kapiteln erfährt man, dass die Verbündeten des Dunklen Lords etwas planen. Und was das ist erfährt man im Laufe und am Ende des Buches. Aber Snape ist es wohl, der am Ende alles überrascht. Den Hass, den Harry in dem Moment gegen ihn verspürt, kann ich nur zu gut nachvollziehen. Ich war geschockt und wollte nicht glauben, dass er es wirklich getan hat.

In diesem Band finde ich unglaublich toll, was Harry alles erfährt. Durch das Zaubertrankbuch des Halbblutprinzen, aber auch über Tom Riddles Vergangenheit. Es ist alles ein unglaublich toller sechster Band und hat mir sehr viel Vorfreude auf den letzten Band gemacht.

Ich vergebe 4,8 von 5 Zauberstäbe.

Dienstag, 22. November 2016

Gemeinsam Lesen #15


"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die jedoch von  Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstags werden Fragen beantwortet, um das Buch, das man gerade liest etwas besser vorzustellen.


Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Ein Himmel aus Lavendel" und bin auf Seite 167 von 265.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ich schlug die Augen auf und es war Nacht.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bis jetzt gefällt mir das Buch ganz gut, vor allem das Setting, das sehr an Venedig erinnert und die Idee mit den Kostümen und Masken, die die Menschen tragen, um ihre Gefühle und Ausdrücke vor Fremden zu verbergen. Außerdem möchte ich gerne wissen, was Nael von Emery möchte.

4. Wünscht ihr Euch Bücher zu Weihnachten? Wenn ja, welche?

Ich wünsche mir keine zu Weihnachten, da wird mein Geschenk um einiges größer sein. Aber zu Nickolaus wünsche ich mir "Das Glück der winterlichen Dinge", den zweiten Teil einer Kreativ-Roman Reihe.

Wie sieht es bei euch aus? Bücher zu Weihnachten, oder kauft ihr sie euch lieber selbst?

Samstag, 19. November 2016

Nezugang

Ich habe tatsächlich das Glück euch noch einen Neuzugang vorzustellen, der einige Tage nach den letzten meiner Büchersammlung beitreten durfte. Auch dieses Mal handelt es sich um eine Ebook, auf das ich mich schon sehr freue es zu lesen.

"Schmetterlingsblau" von Sarah Nisse


„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“

Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

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Ist das Cover nicht wunderschön? Ich finde es sehr toll und bin beinahe etwas traurig, dass ich es nur als Ebook besitze, aber darüber kann ich hinwegsehen. Auf den Inhalt bin auch schon sehr gespannt. Ich habe noch gar keine richtigen Vorstellungen von dem, was mich erwartet. Ich werde mich wohl oder übel überraschen lassen müssen.

Was haltet ihr von dem Cover? Kennt ihr die Geschichte schon?

Mittwoch, 16. November 2016

Rezension: Schauspieler küssen anders

Autor: Sandra Regnier
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 4,99€ [Ebook], 14,90€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 304 Seiten



Du arbeitest hinter den Kulissen von Hollywood.
Der Star hat nur Augen für dich.
Unmöglich, denkst du.
Unmöglich, denken alle anderen.
Aber was tust du, wenn dein Herz nicht auf dich hören will, weil es sich absolut richtig anfühlt?

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Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass der Drachenmond Verlag nicht nur sehr gute Fantasy Bücher in seinem Programm hat. Diesen Liebesroman kennzeichnet vor allem ein super Schreibstil und einer märchenhaften Geschichte, von der ich mich gerne in ein paar entspannte Lesestunden hab entführen lassen.

Die zwei Hauptdarsteller des Buches (haha... einer von beiden ist Schauspieler) sind Lisa und Robert. Sie, eine Setdekorateurin bei seinem neuen Film mit einem unglaublich begabten und geübten Auge, was Einrichtung und Geschmack angeht. Und er, Schauspieler, jung, erfolgreich. Kurzum: Sehr erfolgreich und jedes Frauenherz liegt ihm zu Füßen. Auch das von Lisa und das, obwohl sie sich erst vor einem knappen Jahr von ihren Ehemann hat scheiden lassen.  Seit er sie das erste Mal gesehen hat, bemüht er sich um sie und ist, mit der Zeit, dabei nicht nur erfolgreich (was voraussehbar war) sondern auch unglaublich feinfühlig, aufmerksam und einfach nur süß (obwohl er das ja überhaupt nicht gerne hört und ich an seiner Stelle, würde das genauso sehen).

Aber wirklich das ganze Buch durch? Robert wäre der perfekte Mann, aber zu perfekt ist auch unperfekt. Ich brauche Fehler an einem Charakter, um ihn auch wirklich mögen und als authentisch ansehen zu können. Robert ist zu perfekt. Das einzige Manko an ihm ist wahrscheinlich seine Eifersucht. Mehr als zu einmal wird deutlich, dass er die wirklich an manchen Stellen abstellen sollte.
Und Lisa. Im ganzen betrachtet finde ich sie wirklich toll. Sie hat ihre Fehler, sie ist emotional und physisch noch etwas angeschlagen. Durch die Sichtweise, aus der das Buch geschrieben wurde, erfahrt man natürlich sehr viel über sie und wie es ihn ihr aussieht. Aber ihre Zweifel... Klar würde ich mich an ihrer Stelle auch fragen, was ein so erfolgreicher und junger Schauspieler von mir will, aber irgendwann muss es doch auch einmal in ihrem Kopf angekommen sein.
Dennoch: Mit den Hauptcharakteren bin ich ziemlich zufrieden. Und auch mit den Nebencharakteren Luis und Anabel.

Aber in jeder Geschichte muss es natürlich auch einen "bösen" geben, oder? Dieser findet sich hier in dem "Reptil" wieder, oder wie sie eigentlich heißt: Tracey. Ich mochte sie vom ersten Augenblick an nicht. Aber... Ach nein, dass verrate ich euch nicht.

Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen und vor allem das Ende hat noch einmal einiges an Aufregung gebracht. Es hat mich nur genervt, dass andauernd mit Hinweise auf etwas in Lisas Vergangenheit angedeutet wurde. Aber selbst das kann ich nicht wirklich als Kritikpunkt aufführen, denn für die Fortsetzung muss ja auch noch etwas Stoff da sein.

Das Cover ist okay... Es ist tatsächlich ausschlaggebend dafür gewesen, dass ich mir das Buch etwas genauer angesehen haben auf der Website des Drachenmond Verlag. Gerade weil es nicht in die Sparte passt, in die ich viele der anderen Cover stecken würde. Und ich wollte wissen, was hinter dem Titel steckt, obwohl ich das beim Lesen nicht ganz kapiert habe. 

Was mich an dem Buch stört ist vor allem, dass alles zu perfekt wirkt. Die ganze Handlung und allem voran die Beziehung von Lisa und Robert. Ich hoffe sehr, dass da noch etwas mehr passiert im zweiten Teil und das ich nicht ganz so lange auf ihn warten muss.

Ansonsten finde ich dieses Buch gut gelungen und ich habe es gerne gelesen.

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.