Sonntag, 17. Juli 2016

Rezension: Punktlandung in Sachen Liebe

Punktlandung in Sachen Liebe




Autor: Jennifer E. Smith
Herausgeber/Verlag: Carlsen
Preis: Buch – 6,99€
Buchlänge: 224 Seiten

Klappentext

Hadley graut schon seit Monaten vor diesem Tag: Sie muss bei der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer sein – dabei hat sie seine Verlobte noch nicht einmal kennengelernt. Zu allem Überfluss verpasst sie auch noch ihren Flug und sitzt für ein paar Stunden auf dem überfüllten New Yorker Flughafen fest. Doch dann trifft sie Oliver, den Jungen mit dem verwuschelten Haar und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London fliegt. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen…

Meine Meinung zum Buch

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass dies wahrscheinlich keins der Bücher sein würde, das mich vollkommen umhauen würde, aber ich habe es mir trotzdem gekauft und ich wurde zumindest nicht enttäuscht.
Die Themen, die in diesem Buch angesprochen werden, sind sehr vielfältig. Es geht um Liebe, in ganz unterschiedlichen Varianten, denn die Liebe, die sie erfährt, als sie Oliver trifft, ist eine völlig andere, als die, die sie ihrem Vater und ihr Vater ihr gegenüber bringt. Denn auch die beiden haben einige Probleme miteinander, vor allem Hadley, die immer noch nicht verstehen kann, wie ihr Vater sie einfach verlassen konnte und nun will, dass sie Brautjungfer bei seiner erneuten Hochzeit wird. Im Buch gibt es immer wieder Rückblicke, die einem zeigen, wie das Verhältnis zwischen ihnen früher einmal war, was ich sehr schön fand, da man dadurch einen guten Einblick in Hadley Gefühlswelt bekommt und nachvollziehen kann, warum sie sich so "verraten" fühlt.
Aber wo auf der einen Seite des Buches die Hochzeit steht, zu der Hadley muss, trägt Oliver ganz andere Sorgen, oder eher Lasten, auf seinen Schultern. Seine Familiengeschichte ist ähnlich "tragisch", wie die von Hadley, aber in meinen Augen noch ein bisschen schlimmer, denn sein Vater hat es nicht geschafft, was Hadleys Vater hinter sich gebracht hat, seine Frau zu verlassen. Aber was es damit auf sich hat, möchte ich hier nicht näher erläutern, ihr sollt das Buch schließlich selber lesen.
Aber es gibt nicht nur traurige Momente, wie man beinahe annehmen könnte, bei dem, wie ich das hier beschreibe, denn vor allem im Flugzeug gibt es dein viele lustige und offene Momente zwischen Hadley und Oliver. Sie kommen sich näher und das, obwohl sie wissen, dass sie sich wahrscheinlich nie wieder sehen werden nach diesem Flug. Aber das hält sie trotzdem nicht davon ab zusammen zu Lachen und sich besser kennen zu lernen.
Schön finde ich das Ende, es ist nicht so, dass jetzt überall Frieden und Freude herrscht. Die Ereignisse des Buches haben die Charaktere geprägt und sie auch ein bisschen verändert und das vergisst man natürlich nicht in ein paar Stunden.  

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist genauso leicht, wie die Geschichte und lässt sich gut und flüssig lesen. Ich habe nicht lange für das Buch gebraucht, was sowohl an der kurzen Länge, aber auch an dem Schreibstil lag, der sich angenehm durch das ganze Buch zog.

Schwachpunkte:  Das Buch ist, für meine Verhältnisse, relativ kurz und ich denke, dass man an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr aus der Situation hätte herausholen können. Aber das nur am Rande bemerkt, denn alles in allem ist es rundum gut und es fehlen keine wichtigen Informationen, die einen nach Ende des Buche noch darüber nachgrübeln lassen.   

Cover: Für mich vermittelt das Cover ein Gefühl der Schwerelosigkeit und passt damit super zum Inhalt des Buches, da die Charaktere einen Teil davon in einem Flugzeug verbringen, um über den Atlantik nach England zu fliegen. Ich mag es sehr, da es mir gleich ein bisschen bessere Laune verpasst.

Fazit: Ein gutes Buch für Zwischendurch, der einfach einmal abschalten und seine eigenen Probleme gegen die eines anderen tauschen möchte.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für dieses Buch.

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