Freitag, 30. September 2016

Rezension: Harry Potter und das verwunschene Kind

Autor: J. K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Verlag: Carlsen
Preis: 19,99€ [Hardcover]
Buchlänge: 336 Seiten




Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück!

Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere.

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.

Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.

Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

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Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich erfahren habe, dass es eine achte Geschichte rund um Harry Potter geben wird. Aber dieses Mal geht es nicht nur um ihn und seine zwei besten Freunde. Harry ist erwachsen geworden. Hat einen Job. Und seine Frau Ginny, sowie seine drei Kinder. Aber Harry hat es keineswegs leicht als Vater. Besonders Albus macht es ihm schwer. Beziehungsweise machen sie es sich gegenseitig schwer, denn auch Albus fühlt sich von seinem Vater missverstanden und nicht richtig gesehen.

Das überraschte mich um ehrlich zu sein etwas, denn am Ende des siebten Bandes wirkte er ziemlich niedlich und unschuldig. Zweifellos war es das auch, aber mit der Zeit wächst eine Bitterkeit in ihm, die es Harry noch schwerer macht, zu ihm durchzudringen. Viele Gründe führen dazu, dass sie sich voneinander entfernen. Den berühmten Harry Potter zu Vater zu haben beschwert einen erst einmal jede Menge Aufmerksamkeit, aber wenn man dann auch noch nach Slytherin kommt, ist dass für Albus der Beweis, dass er nicht wie sein Vater ist. Und so - und der fixen Idee von Albus und Scorpius, den Sohn von Draco Malfoy  - nimmt das Buch seien Lauf.

Ich finde es sehr spannend, wie die Vater-Sohn-Beziehung sich während der vier Akte entwickelt. Keiner von beiden hat es leicht, nicht mit dem anderen, aber auch nicht mit seinem Umfeld und seinen eigenen Gedanken. Harry versucht zu Albus durchzudringen, schafft es aber nie, weil er anscheinend immer die falschen Worte verwendet. Und Albus... Manchmal, so scheint es mir, will es seinen Vater auch einfach nicht verstehen und provoziert ihn mit voller Absicht. Es fühlt sich unter Druck gesetzt, weil Harry so etwas großartiges geleistet hat. Aber was er nicht versteht ist, dass sich Harry das nicht ausgesucht hat. Sehr viele unausgesprochenen Worte zwischen den beiden Belastet ihre Beziehung. Und so zieht Albus sich zurück und endet mit einem einzigen Freund: Scorpius, der Sohn von Draco.

Ungewöhnlich diese zwei Kinder zusammen zu bringen, aber gut gewählt. Die Väter waren Feinde und so ist es doch nur logisch, dass die Kinder sich auch nicht leiden können, oder? Falsch! Albus machte gleich auf der Zugfahrt nach Hogwarts klar, dass es ihn nicht interessiert, wie ihre Väter zueinander standen oder von wem Scorpius der Sohn sein soll. Lauter Gerüchte, denkt es sich. Und so beginnt eine wunderbare Freundschaft. Sie ist ähnlich stark, wie die von Harry, Ron und Hermine. natürlich hat sie auch ihre Höhen und Tiefen, aber in den wichtigen Momenten stehen sie entweder einander bei oder finden wieder zueinander.

Zu der Geschichte, die erzählt wird, kann ich nur sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat. Die Idee mit dem Zeitumkehrer und wie die zwei Jungs die Gegenwart verändern bietet vielfältige Möglichkeiten und ich finde, die haben die Autoren genutzt. Man ist alten Bekannten wieder begegnet, aber auch neuen Charakteren, vorbei die sich in Grenzen gehalten haben und hauptsächlich Nebencharaktere waren. Aber das finde ich gut so. Wer der Bösewicht war, konnte ich mir jedoch schon früh denken und so war es für mich nicht weiter überraschend. Ein minimaler kritikpunkt, da ich in den vorherigen Teilen oft bis zur Auflösung höchstens immer nur eine vage Vermutung hatte.

Etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte an machen Stellen nicht geschadet und manchmal war es auch etwas verwirrend, was mich im Lesefluss etwas stocken lassen hat und ich die Stelle noch ein zweites Mal lesen musste. Aber das kam wirklich nicht oft vor und insgesamt konnte meine Skepsis, die ich am Anfang gegenüber diesem Buch hegte, für unwichtig erklärt werden. Klar ist es anders als seine Vorgänger und es wird, leider, für mich auch nie mit ihnen mithalten können, aber mit dieser Vorstellung bin ich auch nicht an dieses Buch herangegangen. Allein, weil es wie ein Theaterstück geschrieben ist. Aber alles in allem bot es mir wunderbare Unterhaltung.

Ich durfte noch einmal in die Welt von Harry Potter eintauchen. Durfte wieder "nach Hause" kommen. Danke.

Ich vergebe für dieses Buch 4,9 von 5 Zauberstäbe.


Show it Friday #12



Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige ein Buch von dem du wünschst, dass es bekannter wäre

Da musste ich gerade tatsächlich etwas überlegen, aber ich denke jetzt hab ich's:



Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen … im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Und so begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Und während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag ...

1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf deinem SuB oder steht auf deiner Wuli?

Ich mag das Buch total gerne und habe es damals in nur zwei Tagen verschlungen. Mir gefallen die Thematiken, die in diesem Buch angesprochen werden. Der Tod eines geliebten Menschen, Drogensucht, das Gefühl der Verantwortung und der Schuld, das auf einem Lastet. Und natürlich auch die Liebe.
ich kann es nur empfehlen.

2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?

Das Cover gefällt mir gut. Es ist sommerlich und die verbundenen Hände sind für mich eine Geste der gemeinsamen Kraft und Verbundenheit. Und genau diese Verbundenheit wird auch im Buch deutlich. Die Protagonisten helfen sich gegenseitig ihre Probleme zu Lösen und das Cover finde ich dazu sehr passend.

3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja wie waren diese? 

Nein habe ich, leider, noch nicht.

Kennt ihr dieses Buch? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Und was lest ihr gerade?

Mittwoch, 28. September 2016

Rezension: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Autor: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 16,90€ [Hardcover]; 10,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 480 Seiten [Taschenbuch]


Diesmal läuft in den Ferien alles gründlich schief. Weil Harry seine schreckliche Muggeltante mit einem Schwebezauber an die Zimmerdecke befördert hat, droht ihm jetzt der Schulverweis. Doch Harry darf zurück nach Hogwarts - und alle behandeln ihn plötzlich wie ein rohes Ei. Liegt das daran, dass ein gefürchteter Verbrecher es auf ihn abgesehen hat? Zusammen mit Ron und Hermine geht Harry der Sache nach. Und stößt auf jede Menge Geheimnisse.

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Harrys Leben war ja noch nie einfach gewesen, aber als in den Ferien sein bereits angespanntes Verhältnis zu seiner Tante und seinem Onkel kippt - nach einer Auseinandersetzung mit Folgen, die kein Muggel je spüren sollten - verlässt er kurzerhand das Haus und kommt nach einer etwas „anderen“ Busfahrt im „Fahrenden Ritter“ im „Tropfenden Kessel“ unter. Kuriose Namen, hinter denen sich nicht weniger Kurioses verbirgt. Ein Bus, der seine Breite ändern kann und eine Gaststube, bei der man vorsichtig sein sollte, bei dem, was man bestellt.
Dieses Mal lauert aber nicht nur in Hogwarts Gefahr, oder warum soll Harry die Winkelgasse nicht verlassen? Ein Gefangener ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis Askaban geflohen und ist hinter Harry her? Was will er von Harry? Und warum ist er so gefährlich? Ganz einfach: noch nie zuvor ist es jemandem gelungen von dort zu fliegen. Niemand entkommt den Dementoren, unheimliche schwarze Wesen, in deren Nähe du den bisher schrecklichsten Moment deines Lebens erneut durchlebst und an ihn erinnert wirst. Wird Harry deswegen auf der Zugfahrt nach Hogwarts ohnmächtig? Und wer ist der neue Lehrer, der den Dementor verscheucht? Was ist sein Geheimnis?

Es wartet etwas Abwechslung auf den Leser, was mir gut gefallen hat. Der dunkle Lord steht nicht mehr im Vordergrund, als der absolut Böse - was er natürlich immer noch ist - aber er spielt in diesem Band nicht den Hauptbösewicht. Stattdessen führt Rowling eine neue Figur ein, die ihr sehr gut gelungen ist. Sirius Black. Sehr talentierter Zauberer, mit vielen Geheimnissen und geflüchteter Gefangener Nummer Eins. Auf ihn wird das Hauptaugenmerk in diesem Band gelegt. Ihn und seine Verbindung zu Harry. Was verbindet die zwei miteinander und was hat das ganze mit Harrys Vater zu tun? Ist die Wahrheit wirklich das, was alle sagen? Oder irren sich vielleicht tausende von Menschen, weil sie die Sache einfach nicht genug hinterfragen und untersuchen? Aber wer würde drei Kindern glauben?

 "Die Stimme eines Kindes, egal wie ehrlich und aufrichtig, ist bedeutungslos für jene, die verlernt haben zuzuhören."
- Professor Dumbledore

Aber das ist nicht der einzige Neuzugang. Remus Lupin, Freund von Harry verstorbenen Vater, ebenfalls von wirren Geheimnissen umgeben, die es alle im Laufe des Buches zu lüften gilt, wird als neuer Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste eingestellt. Und er macht seine Job wirklich gut. Aber das ist nicht alles. In ihm findet Harry eine neue Vertrauensperson.

"Als du zum ersten Mal vor mir gestanden hast, da hab ich dich sofort erkannt. Und zwar nicht an der Narbe, an den Augen. Ich sehe deine Mutter darin. Ja ohja ich habe Lilli gekannt. Deine Mutter war für mich da, als niemand anders für mich da war. Sie war nicht nur eine einzigartig begabte Hexe, sondern auch eine ungewöhnlich gütige Frau. Sie hat in anderen stets das Gute gesehen. Auch dann oder vielleicht sogar ganz besonders dann, wenn dieser Mensch das in sich selbst nicht sehen konnte."
- Remus Lupin

Man merkt, dass dieses Buch eine weitere Station der Entwicklung von Harry, Ron und Hermine ist, denn die drei verlassen nun merklich das Kindheitsalter und werden zu Jugendlichen, die jedoch immer noch alles und jeden hinterfragen und es sich anscheinend zur Lebensaufgabe gemacht haben die schwierigen und gefährlichen Fälle zu lösen. Denn auch in diesem Band warten wieder einige Gefahren und Rätsel auf sie. Vor allem Harry steht unter Beobachtung, da man ihm keiner Gefahr aussetzen will.
Aber es gibt nicht nur Schrecken und Gefahr, die dieses Buch beherrschen. Es gibt auch wieder wundervoll, fröhliche und glückliche Momente. So zum Beispiel die Weihnachtsferien, die Harry, wie immer in Hogwarts verbringt, zusammen mit Ron und Hermine. Und von wem stammt das Geschenk ohne Absender? Oder aber die Besuche in Hogsmed, einem kleinen Dorf ganz in der Nähe von Hogwarts.

Die Geschichte zieht einen, wie seine Vorgänger auch, in einen Bann, der das Lesen zu einem wunderbaren Zeitvertreib macht. Ein wunderbarer Schreibstil, mit jeder Menge passender Vergleiche und einem Humor an manchen Stellen, der der Geschichte Spannung und jede Menge Facetten verleiht.

Der dritte Harry Potter Band ich von allen mein Liebster und das nicht nur, weil zwei meiner Lieblingsfiguren in diesem Band erstmals in Erscheinung treten, mehrfach erwähnt werden und aktiv an den Geschehnissen teilhaben. Diesen band könnte ich wirklich immer und immer wieder lesen.


Dienstag, 27. September 2016

Gemeinsam Lesen #10


"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die jedoch von  Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstags werden Fragen beantwortet, um das Buch, das man gerade liest etwas besser vorzustellen.


»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.

Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Ein Käfig aus rache und Blut" und bin auf Seite 93.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Das durfte nicht wieder vorkommen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die Geschichte gefällt mir bis jetzt ziemlich gut, auch wenn ich mit dem Schreibstil noch nicht wirklich warm geworden bin. Naja, vielleicht fitz ich mich da noch rein, aber die Geschichte und ihren bisherigen Verlauf gefallen mir.

4. In welchen regelmäßigen Abständen besuchst du Bücherläden und Bibliotheken?

Bücherläden besuche ich überhaupt nicht regelmäßig. Ich gehe, wenn ich dazu komme und möchte. In den Ferien mindestens einmal, aber ansonsten nicht soo häufig.
Die Bibliothek besuche ich dann schon häufiger, mindestens zweimal im Monat.

Wie ist das bei euch so? Geht ihr regelmäßig in eine Buchhandlung? Habt ihr vielleicht sogar einen Stammbuchhandlung?

Montag, 26. September 2016

Cover Monday #14



Ins Leben gerufen wurde er von The emotional life of books.

Jeden Montag wird ein Cover vorgestellt, dass einem sehr gut gefällt, unabhängig davon, ob man das Buch besitzt oder nicht, oder ob man es schon gelesen hat oder nicht.



Die Schwertkämpferin Kayla führt ein entbehrungsreiches, aber freies Leben. Zusammen mit ihrer Schwester Naias zieht sie von Arena zu Arena, um ihrer beider Lebensunterhalt zu bestreiten.
Während die eine Schwester eine außergewöhnliche Kriegerin ist, vermag die andere durch Magie zu heilen. Naias Gabe muss jedoch ein Geheimnis bleiben.
Als Kayla in der Arena von Ro’an zu ihrem bisher schwersten Kampf antritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Naias gerät in Gefahr und Kayla verliert ihre Freiheit. Doch welche Rolle spielt der geheimnisvolle Krieger, dem sie während der Kämpfe in Ro’an immer wieder begegnet?

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Wenn ich mich recht erinnere, war dies das erste Cover, das ich aus dem Drachenmond Verlag gesehen habe. ich fand es auf Anhieb wunderschön und musste mir den Verlag gleich einmal etwas genauer ansehen. ich habe viele wunderschöne Cover mit einer Geschichte entdeckt und wurde somit zum Fan des Drachenmond Verlags.
Was das Cover angeht. ich habe wirklich lange gebraucht, bis ich den Kopf der Frau gefunden habe, da mich dieses eine Stück brennende Kohle ganz oben in der Mitte immer wieder abgelenkt hat. 
Wie findet ihr es? habt ihr den kopf der Frau gleich erkannt? 

Sonntag, 25. September 2016

Rezension: Delirium

Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Preis: 8,99€ 
Buchlänge: 416 Seiten


Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

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Die Liebe eine Krankheit? Eine interessante Idee, die die Autorin sich hier zurechtgelegt hat, aber mir war von Anfang an klar, dass es sich dabei nur um ein Hirngespinst derer Menschen handeln kann, die denken, dass Rationalität und eine rein wissenschaftliche Ansicht der Dinge Ordnung und Frieden in das Leben der Menschen bringen kann.
In Lenas Welt hat man eine Operation gefunden, die es den Menschen beinahe unmöglich macht zu lieben, oder auch nur ein anderes tiefgehendes Gefühl zu empfinden, wie ich mitgekriegt habe. Lenas Eingriff, bei der auch bei ihr die "Krankheit" am Ausbrechen gehindert werden soll. Unvorstellbar, für mich zumindest, aber in Lenas Welt vollkommen normal. Wie es wohl ist keine Freude mehr zu empfinden, keine Liebe? In diesem Buch bekommen wir zumindest teilweise eine Antwort. Die Menschen sind distanziert und ihr Leben wird von Regeln und noch mehr Regeln bestimmt. So ein Leben würde ich nicht führen wollen. Aber Lena ist daran gewöhnt und nachdem ihre Mutter von der Krankheit infiziert wurde, kommt ihr die rettende Operation fast wie ein Segen vor. Aber dann begegnet ihr Alex zu Beginn des Sommers und er zeigt ihr, wie schön das Leben doch sein kann, wenn man sich einen Dreck um unsinnige Regeln kümmert und es zulässt. Die Liebe zulässt, die unser Leben bereichert.

Liebe: Sie bringt dich um, aber sie rettet dich auch.

Lauren Oliver ist mit diesem Buch ein spannender Auftakt zu einer Trilogie gelungen, der mich neugierig gemacht hat, wie es mit Alex und Lena weitergeht, nach diesem fiesen Cliffhanger, mit dem dieser Band endet. Aber man muss sagen, dass Dystopien sich in ihrem Handlungsverlauf nicht groß voneinander unterscheiden, zumindest tun das nur wenige, und Delirium ist da leider auch keine Ausnahme. Der Staat verhängt irgendwelche Regeln und Gesetzte und die Protagonistin merkt im Verlauf des Buches, dass alles nur Lug und Trug ist. Und dann hat sie die Erleuchtung.
Leider muss ich auch sagen, dass Lena mir zeitweise auf die Nerven ging. Erst ist sie für die Operation, dann kommen ihr Zweifel, dann ist sie wieder dafür, dann dagegen...

Aber wenn man das außer Acht lässt, bietet das Buch und seine Geschichte gute Unterhaltung und einen Einblick, den man vorher vielleicht nicht hatte. Haben wir Glück damit, dass wir fühlen und somit auch verletzt werden können? Oder nicht? Ich finde schon, denn dadurch haben wir die Chance Freude in unserem Leben zu erfahren, wie es uns sonst vielleicht nie möglich wäre.
Der Schreibstil der Autorin führt einen flüssig durchs Buch und an beinahe gar keiner Stelle habe ich das Buch beiseite gelegt, weil es mir zu langweilig wurde. Die Handlung schreitet voran, ohne zu rennen, und die Eigenschaften der Charaktere sind gut gewählt. Sie haben alles etwas gemeinsam, aber jeder ist auf seine individuelle Art einzigartig.
Auch hat die Autorin es geschafft mich immer wieder zu überraschen, zumindest teilweise. Denn manches war dann doch sehr offensichtlich.

Nichtsdestotrotz ein gelungenes Werk, dass mir einige schöne Stunden beschert hat. Anfangs war ich skeptisch, deswegen hat es auch eine Weile gedauert, bis ich mich wirklich an das Buch herangetraut habe, aber es hat sich für mich gelohnt.

Für dieses Buch vergebe ich 4 von 5 Sterne.

Samstag, 24. September 2016

Nezugang!

Da wache ich heute morgen nach einem ausgiebigen Schlaf auf, möchte mich für den Tag fertig machen, als unsere Postbotin an der Tür klingelt und ein Päckchen dabei hat. Und was war in diesem Päckchen? Natürlich ein neues Buch, aber nicht irgend eins. Es ist wahrscheinlich die Neuerscheinung des Jahres für mich, als Harry Potter Fan. Ihr habt es bestimmt schon erraten, bei meinem Neuzugang handelt es um das, heute erschienene, achte Harry Potter Buch:

Harry Potter und das verwunschene Kind



Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück!

Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere.

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.

Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.

Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.


Ich bin gespannt.

Freitag, 23. September 2016

Show it Friday #11



Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige ein Buch aus dem Verlag, von dem du die meisten Bücher besitzt

Da muss ich nicht lange überlegen, das ist definitiv der Carlsen Verlag. Ich besitze alle 7 Harry Potter Bücher, der achte müsste demnächst ankommen, die Twilight - Bücher, Percy Jackson und Helden des Olymp habe ich regelrecht verschlungen und natürlich noch jede Menge Einzelbände, die keiner Reihe angehören.

Insgesamt besitze ich 30 Bücher aus dem Carlsen Verlag.
Und das Buch, dass ich euch heute vorstellen will, ist eins, das ich bereits vor einigen Jahren gelesen habe und es immer wieder gerne tue, weil es einfach toll ist und mich immer wieder zum schmunzeln bringt.

"Light & Darkness" von Laura Kneidl



Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss…



1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf  deinem SuB oder steht auf deiner Wunschliste?

Ich mag das Buch sehr, da es vieles vereint, dass ich an guten Büchern schätze:
  • Eine gute Geschichte
  • Fantasie und fantastische Wesen
  • zwei Hauptpersonen, zu denen ich sofort einen Zugang hatte
  • eine Liebesgeschichte und
  • Humor
Das alles vereint sich in diesem Buch und dieser Geschichte und hat es mich nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich es schon gelesen habe, aber ich habe dazu nie mehr als ein paar Tage gebraucht.

2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?

Das Cover mag irgendwie sehr, ich kann nicht genau festmachen, an was das liegt, aber ich habe auf jeden all schon weniger schöne gesehen.

3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja wie waren diese?

Nein, habe ich nicht, aber "Water & Air" möchte ich von ihr sehr gerne noch lesen.


Kennt ihr das Buch? Wenn ja, wie fandet ihr es? Und aus welchem Verlag besitzt ihr die meisten Bücher?


Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Autor: J. K. Rowling
Herausgeber/Verlag: Carlsen
Preis: 15,99€ [Hardcover], 8,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 352 [Hardcover], 368 [Taschenbuch]






Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich und dessen Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter.
Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in der Schule – ein Ungeheuer, für das nicht einmal die mächtigsten Zauberer eine Erklärung finden. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten befreien können?





Dienstag, 20. September 2016

Gemeinsam lesen #9


"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die jedoch von  Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstags werden Fragen beantwortet, um das Buch, das man gerade liest etwas besser vorzustellen.



Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Delirium" von Lauren Oliver und bi auf Seite 321.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ich kann nicht klar denken.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich habe das Buch schon lange im Blick gehabt, bin aber nie dazu gekommen es zu lesen. Ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen, aber jetzt, da ich einmal angefangen habe finde ich die Geschichte richtig spannend und auch gut geschrieben. Es sin jetzt nur noch ein paar Seiten.

4. Auf welches Hobby würdest du ausweichen, wenn es morgen plötzlich keine Bücher mehr gäbe und deine vorhandenen auch alle nicht mehr da wären?

Ich würde mich wahrscheinlich am Bogenschießen probieren. Das ist etwas, was ich schon lange machen möchte und dann hätte ich Zeit dafür. Oder ich würde mir selber Geschichten ausdenken und aufschreiben. Aber ich hoffe natürlich, dass es nicht dazu kommen wird! Ein Leben ohne Bücher wäre grauenvoll.

Kennt ihr das Buch? Was würdet ihr ohne eure Bücher machen?



Montag, 19. September 2016

Cover Monday #13



Ins Leben gerufen wurde er von The emotional life of books.

Jeden Montag wird ein Cover vorgestellt, dass einem sehr gut gefällt, unabhängig davon, ob man das Buch besitzt oder nicht, oder ob man es schon gelesen hat oder nicht.


Samstag, 17. September 2016

Rezension: Kein Kuss wie dieser

Autor: Tanja Voosen
Verlag: Calsen
Preis: 3,99€
Buchlänge: 360 Seiten


Auf Partys mit fremden Typen rumzuknutschen, gehört für Jessa zum Leben so sehr dazu wie eine Tüte Eis zum Sommer. Ein Kuss bleibt doch immer nur ein Kuss, an eine vermeintliche Magie glaubt sie nicht. Ganz anders sieht es der Mädchenschwarm Quinn Paxton, der für seine Bettgeschichten weit über die Schule hinaus bekannt ist, aber niemanden jemals küssen würde. Kein Wunder, dass zwischen den beiden Gegensätzen die Funken sprühen, wenn sie sich über den Weg laufen. Als sich während der Sommerferien dann auch noch herausstellt, dass Quinn der neue Angestellte in der Pension von Jessas Tante ist, bebt der Boden unter Jessas Füßen. Eigentlich hat sie genug eigene Probleme, als dass sie sich auch noch über einen dahergelaufenen Herzensbrecher Gedanken machen könnte, aber irgendetwas zieht sie immer wieder zu ihm…

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Ich habe wirklich damit gerechnet, dass mir in diesem Buch einige Klischees begegnen werden, aber glücklicherweise hat sich die Anzahl dann doch in einem für mich annehmbaren Rahmen gehalten. Was jedoch anscheinend unvermeidbar war, war die Art, wie die zwei Hauptpersonen aufeinandergetroffen sind. Er rempelt sie an und sie verschüttet daraufhin ihren Drink - klischeehafter geht es kaum und natürlich verletzt sie sich auch noch, so das er sich um sie kümmern muss, damit sie nicht "seinen Teppich volblutet". Charmant wirklich. Nein, natürlich nicht. Quinn benimmt sich am Anfang wie ein richtiger Arsch, zumindest der Teil, der für alle offensichtlich einsehbar ist. Der Bad Boy eben, der nicht fehlen darf, aber wer jetzt denkt Jessa ist ein Mauerblümchen täuscht sich gewaltig. Es stimmt, sie hat nur eine beste Freundin und die Leute an ihrer High School gehen ihr manchmal aus dem Weg, aber das ist ihr alles ziemlich egal. Sie ist selbstbewusst, stoisch und muss immer das letzte Wort haben - zumindest kann sie nicht verhindern, ihren Mund aufzureißen, wenn sie unbedingt noch etwas loswerden will. Aber sie hat auch eine nicht ganz einfach Vergangenheit und ihre ganz eigenen Zweifel und Unsicherheiten plagen sie. Ihre Mutter ist gestorben als sie zehn war, wie man ziemlich schnell erfährt - ein Thema, dass das ganze Buch hindurch eine wichtige Roll spielt und sowohl Jessa, als auch den Leser begleitet - und seitdem zieht ihr Vater sie und Felix allein groß.

Felix ist ihr kleiner Bruder und ein etwas "besonderer" Junge, auf den ersten Blick total normal, aber er hat mit Anfällen zu kämpfen, in denen er manchmal sehr emotional wird und seine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber alles in allem ist er ein süßer kleiner Junge, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe und die Szenen mit ihm sind immer allerliebst. Jessa und ihr Bruder sind zwei Personen, zu denen ich sofort einen guten Zugang bekommen habe, besonders zu Jessa. Sie sind realistisch dargestellt und haben ihre guten und schlechten Seiten, sowie ihre Talente und Macken. Jessa beispielsweise ist eine begnadete Künstlerin/Zeichnerin.

Aber dann gibt es auch noch Quinn. Er gibt quasi kein Kapitel, in dem er nicht vorkommt, aber ich habe auch nichts anderes erwartet und mir ehrlich gesagt auch nichts anderes gewünscht. Ihn habe ich nicht von Anfang an durchschaut, aber das hat sich ziemlich schnell geändert und so konnte ich auch ihn gut kennenlernen. Sein Talent für die Musik, seine charmante, manchmal auch anzüglich, und lustige Seite. Aber auch seine Probleme, die ihn belasten.

"Man kann nicht immer entscheiden, wann einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird."
- Quinn


Jedenfalls beginne die Ferien und Jessa und ihr Bruder sind bei ihrer Tante - ihr Vater ist Zuhause geblieben - und an einem der ersten Tage steht tatsächlich Quinn an der Rezeption der Pension ihrer Tante und teilt ihr mit, dass er den Sommer über hier arbeiten und wohnen würde. Jessa fällt aus allen Wolken, gab es nämlich immer noch diese eine kleine Sache, dass sie ihm mehrere Gefallen schuldig ist, weil sie nicht auf seine Gitarre Acht gegeben hat und diese nun nur noch ein Haufen Brennholz ist. Sie arbeiten nicht nur in der Pension zusammen sondern treffen sich auch Außerhalb immer wieder und da ist es nur logisch, dass diese zwei starken Persönlichkeiten aneinander geraten. Im guten Sinne natürlich. Sie kommen sich näher, werden doch tatsächlich so etwas wie Freunde und der Sommer nimmt seinen Lauf.

Besonders gut gefallen haben mir die Nebencharaktere und die Geschichte an sich.  Sie sind mir durchaus sympathisch, aber mit Kendras Art und Quinns Schwester hatte ich etwa zu kämpfen. Wohingegen ich Fin und Brady toll finde, so unterschiedlich die beiden auch sind.

An der Geschichte kann ich positiv hervorheben, dass es sich nicht nur um Quinns und Jessas Beziehung zueinander gedreht hat, sondern ihre Probleme mindestens zu gleichen Teilen im Vordergrund stehen. Der Grund, warum Quinn überhaupt dort ist. Und der Grund, warum Jessas Vater nicht mit ihnen gefahren ist. Alles Fragen, die eine Antwort verlangen. Quinns und Jesssas Nerven und Gefühle werden ganz schön auf die Probe gestellt, bei den ganzen Antworten und Wahrheiten, die diesen Sommer auf sie warten. Das hat mir am besten gefallen an der Geschichte: Es gibt nicht dieses eine große Drama zwischen den beiden Hauptfiguren, das sie erst auseinander und später wieder zusammen bringt - ich will nicht lügen, Drama gibt es genug - aber hier, in diesem Buch, wird das Hauptaugenmerkt auch darauf gelegt, dass sie sich gegenseitig helfen ihre familiären Probleme zu lösen.

"Worte besaßen vielleicht die Macht die Welt zu verändern, aber letzten Endes waren es immer die Taten, die Menschen zusammenschmeißen." 

Das einzige, dass mich etwas wurmte war, dass an einer Stelle gesagt wurde, dass Jessa ihrer Mutter überhaupt nicht ähnlich sieht und an einer anderen konnte sie plötzlich nachvollziehen, warum mache sagen, dass sie ihrer Mutter ähnlich zieht. Aber das ist eine minimale Anmerkung, die das Leseerlebnis überhaupt nicht beeinflusst hat.

Die Geschichte strotzt nur so vor Sarkasmus und Humor, der mich an manchen Stellen wirklich in Gelächter hat ausbrechen lassen, vor allem der Mitternachtszirkus - was es damit auf sich hat, erfahrt ihr alles im Buch - und das Trinkspiel gehören, wie ich finde, zu den Höhepunkten des Buchs. Der Schreibstil der Autorin konnte mich deswegen überzeugen, da das Lesen einfach und flüssig von der Hand ging und ich das Buch in wenigen Tagen verschlungen habe. Eine gute Geschichte allein reicht dazu nicht.

Fazit

Ein Liebesroman, wie ich ihn schon lange nicht mehr gelesen habe. Er hat mich gefesselt und mitfühlen lassen. Hat mich an vielen Stellen zum lachen gebracht und Jessa und Quinn in mein Herz schließen lassen. Aber vor allem hat er mir gezeigt, wie glücklich sich Familien schätzen können, bei denen alles in Ordnung ist. Bei denen kein Elternteil gestorben ist und ein Elternteil die Kinder allein großziehen muss. Und bei denen der Haussegen nicht schief henkt.

Ich vergebe 4,9 von 5 Muscheln für dieses Buch.

Freitag, 16. September 2016

Neuzugang

Ich habe euch ja bereits vor wenigen Tagen zwei Neuzugänge vorgestelle, aber da war ich noch so glücklich über sie, dass ich glatt jemanden vergessen habe zu erwähnen. Denn ich habe das Glück ein weiteres Buch für eine Leserunde auf lovelybooks lesen zu dürfen.

Und dabei handelt es sich um kein geringeres Buch, als:

"Ein Käfig aus Rache und Blut" von Laura Labs


Und das erwartet uns:

»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.

Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.


Auf was für eine Reise uns dieses Buch wohl mitnimmt? Ich werde es euch bald sagen können.

Donnerstag, 15. September 2016

Rezension: HerzSeilAkt - Samtküsse unter den Sternen

Autor: Mirjam H. Hüberli
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 12,90€ [Softcover]; 3,99€ [eBook]
Buchlänge: 212 Seiten


Der großen Liebe hat Mina längst abgeschworen, auch wenn ihr Horoskop etwas anderes prophezeit, alleine ist sie besser dran, dessen ist sie sich sicher. Ihr Leben ist eh schon chaotisch genug, da braucht sie nicht auch noch einen Mann, der mit ihrem Herzen spielt.

Doch gerade, als sie sowieso schon genug mit ihrer kranken Mutter, den Freundinnen und ihrem Buchclub zu tun hat, kommt ihr das Schicksal in Form von Frederic in die Quere, der ihr unverhofft vor die Füße fällt. Nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihr Leben werden ordentlich durcheinander gewirbelt und obwohl er genauso schnell verschwindet, wie er in ihr Leben tritt, hinterlässt er ein merkwürdiges Kribbeln in ihrem Herzen.

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Beginnen tut das Buch mit einem Knall. Und das jetzt nicht nur im übertragenen Sinne. Das erste, was der Leser liest, ist, wie unsere Protagonistin, auch Chaosqueen, aber auch Mine genannt, umgenietet wird. Entschuldigt die Wortwahl, aber anders kann ich nicht beschreiben, wie Frederick sie mit dem Fahrrad angefahren hat und dabei eine Ware (ein Brautkleid) beschädigt wurde, die es eigentlich, eigentlich!, unversehrt in das Atelier ihrer Chefin schaffen sollte. Tja, wenn das nicht einmal gründlich schief ging. Nach zahlreichen Entschuldigungen seitens Frederik und jeder Menge Drama seitens Mine, schafft sie es letztendlich doch noch zur Arbeit, weitestgehend unversehrt aber mit der klaren Aussicht vor Augen jeden Moment ihren Job zu verlieren.

Aber mal ganz ehrlich? Wäre das denn so schlimm?! Ihre Freunde sind sich einig: Nein! Mine macht ihren Job super, aber etwas gut zu machen heißt nicht immer gleich, dass es auch zufrieden acht. Und sollte man seinen Job nicht mögen und lieben?

"Klarkommen und glücklich sein, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe" 
- Mines Mutter

Mit ihrer Mutter hat Mine kein einfaches los gezogen, wie mein gleich zu beginn feststellt. Erst vor Kurzem hat sie einen Schlaganfall erlitten und ist seitdem nicht mehr die alte. Beide Frauen taten mir leid, denn niemand hat dieses Schicksal verdient. ´Man erfährt nicht, wie Mine davor war, aber ich denke, dass sie sich durch die Krankheit ihrer Mutter noch einmal ein Stück gewandelt hat, denn sie ist zwar ein Chaoskopf, aber mit einer gewissen Reife, die man für das Leben benötigt. Insgesamt ist mir Mine sehr sympathisch und ihre Gedanken haben mich schon das ein oder andere Mal schmunzeln lassen. Aber während des Verlaufs der Geschichte erlebt sie auch viel, und nicht alles ist positiv und macht Freude...

Aber wichtiger: Hat sie damit recht? Ich finde schon und wie Mine bald einsehen wird, stimmt es tatsächlich, den€n was sie eigentlich will ist malen. Malen und Zeichnen. Das ist ihre Leidenschaft und wenn man den anderen Figuren dieses Buches glauben darf, dann ist sie sogar richtig gut darin. Aber das Zitat von Mines Mutter bezog sich ja nicht nur auf den Job. Wie sieht es in Sachen Liebesleben bei Jule aus? Tote Hose. Das muss man dringend ändern und nur gut, dass Frederick, als er sie zu Fall gebracht hat, gleichzeitig ihren Schlüsselbund gefunden hat. Nachdem er dann auch noch Blumen in den Shop geschickt hat, in dem Mine arbeitete (zusammen mit seiner Telefonnummer). Mine kann es sich nicht verkneifen ihn sofort anzuschreiben, denn er wirkte trotz seiner "stürmischen" Art ziemlich attraktiv auf sie. Kurzerhand wird ihr Schlüsselhüter zu ihrem WhatsApp - Kontakt Nummer eins und nicht selten halten sie sich gegenseitig vom Schlafen ab. Dabei hat Mine den dringend nötig, denn ihr stehen unruhige, sowie spannende, aber auch gefühlsaufreibende Zeiten bevor.

Man bekommt einen ziemlich guten Einblick in die Welt, in der Mine lebt. Man lernt ihre Freundinnen und ihre beste Freundin kennen, die eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen, und jedes Kapitel wird mit einem täglichen Horoskop von #MissStarlet eingeleitet. Eine sehr schöne Idee, da es auch nicht minder wichtig für den verlauf und das Ende des Buches ist. Mine erlebt einige neue Eindrücke, die sie entweder gewollt, oder ungewollt sammelt. Sie erkennt, was ihre Mum in ihrem Lebensgefährten gefunden und an ihm gemocht hat. Sie erkennt, was ihr wirklich wichtig ist im Leben und ob sie ihren Job so weiterführen will, wie bisher (kann sie das überhaupt, oder wird sie irgendwann sowieso gefeuert? Da wäre nämlich immer noch diese Kleinigkeit mit dem Kleid).

Aber Mine erlebt auch einiges. Denn kurz nachdem alles ausweglos scheint, tut sich ihr eine neue Perspektive auf, die ihr neuen Mut gibt. Denn es gibt gleich drei Tatsachen, mit denen sie fertig werden muss. Entweder annehmen, oder etwas dagegen unternehmen, wobei bei einer Sache nur eine dieser Möglichkeiten in Frage kommt - auch wenn es schwer ist. Sie kriegt die Möglichkeit das zu tun, was sie liebt, aber kann sie die Chance ergreifen? Und dann ist da auch noch der Mann, der ihr nicht aus dem Kopf geht und der eine Verbindung zu einer Person hat, die sie nie im Leben hergestellt hätte.

Mines Geschichte hat mich sehr gefesselt und mitgerissen. Der Frau, der so viel unmögliches passiert, dass es schon nicht mehr normal ist. Es geht um Liebe, Herzschmerz, Verlust. Alles Themen, die jedem von uns, jedem Menschen, zusetzen oder auch beflügeln können. Das finde ich toll an solchen Büchern. Es geht um etwas alltägliches und bezugsnahes. Wir können uns alle etwas darunter vorstellen, was Mine durchmacht und erlebt. Und wenn ich das Buch in drei Wörtern beschreiben müsste, wären das: überraschend (denn die Autorin hat es geschafft das aller größte Geheimnis wirklich erst am Schluss zu enthüllen - ich hatte wirklich keine Ahnung, obwohl ich an einer Stelle misstrauisch geworden bin), romantisch (ich glaube hierzu brauche ich nicht viel zu sagen) und mitreisend.  

Es hat sich für mich definitiv gelohnt das Buch zu lesen, dessen Schreibstil mir sehr gefallen hat und mich flüssig durchs Buch brachte.

Ich vergebe 5 von 5 Sterne für dieses Buch.

PS. Ist das Cover nicht der Hammer? Ich finde es schade, dass ich nur das Ebook habe, denn im Regal würde sich das Buch bestimmt auch ganz toll machen.


Mittwoch, 14. September 2016

WAITING ON WEDNESDAY #5

Waiting on Wednesday ist ein wöchentliches Event, das von Breaking the Spine ins Leben gerufen wurde. Jeden Mittwoch wird ein Buch vorgestellt, auf das man bereits sehnsüchtig wartet.

"Das Glück der winterlichen Dinge"
von Marina Boos


Dienstag, 13. September 2016

Rezension: Helden des Olymp - Das Blut des Olymp

Autor: Rick Riordan
Verlag: Calsen
Preis: 18,99€ [Hardcover]; 16,99€ [Ebook]
uchlänge: 528 Seiten



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Fünf Bücher lang habe ich mitgefiebert. Tausende Seiten verschlungen. Um eine Geschichte zu erleben, die mich, wie viele andere Leser wahrscheinlich auch, gefesselt hat. Ich habe gelacht, gelesen bis meine Augen wehtaten und melancholisch geworden an manch einer Stellen. Die Reise und die Zeit, die die sieben Halbgötter und ihre Freunde hinter sich gebracht haben, hat mich mehr als nur unterhalten. Und genau diese Reise hat ihren Höhepunkt und ihren Abschluss in diesem Buch gefunden. „Helden des Olymp – Das Blut des Olymp“ hat mich noch einmal mitgerissen, mich in eine andere Welt entführt, die unserer zwar ähnlich ist, aber sehr viel mehr Gefahren und Special Effekts aufweist.

Die Sieben treten den letzten Teil ihrer Reise an. Sie reisen mit der Argo II nach Griechenland, Athen, und halten zwischendurch noch an der ein oder anderen Haltestelle. Unter anderem, weil sie noch ein paar Informationen benötigen. Andererseits aber auch, weil sie ein sagenumwobenes Heilmittel brauchen, dass sogar Menschen von den Toten zurückholen kann, wenn es direkt nach den Tod eingenommen wird. Klingt nicht sehr gut, wenn man ein solches Mittel braucht, oder? Es müssen Opfer gebracht werden und ganz besonders ein Opfer ging mir sehr ans Herz. Gen Ende wird sehr gut verdeutlicht, dass manche Opfer einfach gebracht werden müssen und es nun mal keinen anderen Weg gibt.
Werden sie es schaffen? Und können sie mit Hilfe der Götter, ihrer Eltern, die Riesen besiegen? Und Gaia am Erwachen hindern?

Das ist die eine Seite der Geschichte, aber das ist nicht alles. Wir erfahren gleichzeitig, wie es mit Reyna, Nico und Trainer Hedge weitergeht, die die Athena Parthenos nach Camp Half Blood bringen wollen und müssen, um einen Krieg zwischen Griechen und Römern zu verhindern. Auch sie haben es mit mächtigen Feinden zu tun. Aber auch mit Freunden, die ihnen zur Seite stehen.

Wenn man den ersten und den letzten Band vergleicht wird einem erst einmal so richtig bewusst, was jeder einzelne, nicht nur die Sieben, alles durchgemacht und sich dadurch verändert haben. Sie haben sich weiterentwickelt, der ein oder andere eine andere Sichtweise der Dinge erlangt und haben ihre Stärken gefestigt und ihre Schwächen und Ängste kennen und kontrollieren gelernt. Ich kann mich in jeden Charakter sehr gut hineinversetzen, da ich jede Sichtweise in mindestens einem der Bücher kennengelernt habe. Und das kann ich in dieser Intensität nicht von vielen Büchern sagen.

Und ich weiß nicht, warum das so ist, nur das es in all diesen fünf Bänden immer so etwas wie zwei Finale gab. Das war im ersten Band so, im zweiten und hat sich bis zu diesem hier durchgezogen. Es sind immer zwei Schlachten zu schlagen, zwei schwierige Situationen zu meistern. Und ich finde es toll, wie Rick es in jedem einzelnen Buch so hingekriegt hat, dass man nicht das Gefühl hatte, dass die Spannung sich nach eine großen Höhepunkt entladen hat, sondern der Leser dadurch erst so richtig aufgeladen wurde. Ich für meinen Teil konnte das Buch auf den letzten hundert Seiten überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und habe sie an einem Nachmittag durchgelesen. Sein flüssiger Schreibstil hat natürlich auch wesentlich dazu beigetragen.

Rick schafft es jeden einzelnen Charakter auf seine ganz eigene Weise hervorzuheben. Am Anfang denkt man 7 Halbgötter und ihre Freunde, zwei verschiedene Welten (griechisch und römisch) mit noch mehr Menschen, da muss man doch durcheinander kommen, aber so ist es nicht. Ich finde mich nun schon seit Jahren super in seinen Büchern zurecht und habe noch so gut wie keinen Person mit einer anderen verwechselt.

Dieser abschließende Band der Reihe rund um die Weissagung der Sieben bietet noch einmal alles, was nötig ist, um aus ihm ein rundum gelungenes, sowie aufregendes und mitreißendes Buch zu machen. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, ihre nächsten Schritte verfolgt, teils gespannt, teils skeptisch. Aber immer mit der einen großen Hoffnung, dass am Ende alles gut ausgehen würde. Und was soll ich sagen? Das Ende war einfach phänomenal. Episch. Spitzenklassen!

Ich vergebe mehr als verdiente 5 von 5 Schwerter für dieses Buch.

PS. Das Cover ist übrigens mein liebstes aus der ganzen Reihe.

Montag, 12. September 2016

Neuzugänge

Es ist mal wieder soweit. Ein paar Neuzugänge durften einziehen und dieses Mal möchte ich gar nicht lange um den heißen Brei herum reden und stelle sie euch einfach vor.

Ich hatte sehr viel Glück beim Erwerb meines ersten Neuzugangs, denn Angesichts der Tatsache, dass Jill Nolls Buch "Zwischenwelt - Die Welt zerbricht" erst neu erscheinen ist, hat sie eine Verlosung gestartet und ich hatte das Glück eins der Exemplare zu gewinnen. Ich freue mich wirklich sehr darüber.


Und darum geht es:

In einer Welt voller mystischer Geheimnisse wird eine unerfüllte Liebe zur Gefahr für die gesamte Menschheit.

Nur wenige wissen von den Möglichkeiten, die unsere Welt wirklich birgt, und nur wenige haben die Fähigkeit, die Energien und Kräfte, die alles zusammenhalten, zu manipulieren. Doch diejenigen, die es können, sind imstande, großen Schaden anzurichten.

Ein dramatisches Ereignis in Sukos Kindheit hat ihn dahin gebracht, wo er heute ist. Als Gründer und Leiter des SEKP, dem Sondereinsatzkommando für paranormale Phänomene, legt er denjenigen das Handwerk, die sich an den Energien dieser Welt zu schaffen machen.
Doch Suko ahnt nicht, dass ausgerechnet aus den eigenen Reihen die größte Gefahr droht – bis auf einmal die Welt um ihn herum zerbricht.

Für Suko beginnt ein Kampf um sein Leben, das Schicksal der Menschen und um die Frau, der sein Herz gehört.


Das war mein erster Neuzugang und der zweite folgte prompt:

"Kein Kuss wie dieser" von Tanja Voosen werde ich für eine Leserunde aus lovelybooks lesen und ich bin schon sehr gespannt.


Inhalt:

Auf Partys mit fremden Typen rumzuknutschen, gehört für Jessa zum Leben so sehr dazu wie eine Tüte Eis zum Sommer. Ein Kuss bleibt doch immer nur ein Kuss, an eine vermeintliche Magie glaubt sie nicht. Ganz anders sieht es der Mädchenschwarm Quinn Paxton, der für seine Bettgeschichten weit über die Schule hinaus bekannt ist, aber niemanden jemals küssen würde. Kein Wunder, dass zwischen den beiden Gegensätzen die Funken sprühen, wenn sie sich über den Weg laufen. Als sich während der Sommerferien dann auch noch herausstellt, dass Quinn der neue Angestellte in der Pension von Jessas Tante ist, bebt der Boden unter Jessas Füßen. Eigentlich hat sie genug eigene Probleme, als dass sie sich auch noch über einen dahergelaufenen Herzensbrecher Gedanken machen könnte, aber irgendetwas zieht sie immer wieder zu ihm…


Beide Bücher hören sich sehr gut an und ich bin gespannt darauf, ob ihr Inhalt das halten wird, was die vielversprechenden Klappentext versprechen.

Cover Monday #12



Ins Leben gerufen wurde er von The emotional life of books.

Jeden Montag wird ein Cover vorgestellt, dass einem sehr gut gefällt, unabhängig davon, ob man das Buch besitzt oder nicht, oder ob man es schon gelesen hat oder nicht.


"Die Dreizehnte Fee - Entzaubert" von Julia Adrian

Sonntag, 11. September 2016

Rezension: Als wir uns sahen

Autor: Gloria Träger
Verlag: juneberry
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 4,99€ (Ebook)
Buchlänge: 192 Seiten


Als Carly und Gerrit sich begegnen, ist sofort klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Noch während des Studiums ziehen die beiden zusammen und heiraten bald darauf. Die Stabilität ihrer Beziehung steht genauso außer Zweifel wie die Gestaltung ihrer gemeinsamen Zukunft: Carly träumt von einer Karriere als Violinistin, Gerrit möchte als Anwalt für Umweltrecht die Welt verbessern. Ihr Leben voller Liebe, Glück und Geborgenheit könnte kaum vollkommener sein. Doch dann geschieht etwas, das die Beziehung in ihren Grundfesten in Frage stellt. Danach ist nichts mehr so wie vorher. Auf einmal ist alles ungewiss …

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Zwei Personen, die wie füreinander geschaffen zu sein scheinen. Gerrit und Carly. In diesem Buch geht es gar nicht anders, als dem einen auch den jeweils anderen zuzuordnen. Man kann die zwei nicht voneinander trennen und. Sie sind unwiderruflich miteinander verbunden, seit diesem einen Abend, nein, eigentlich schon seit diesem ersten Blick durch die Fensterscheibe. Es ist wunderschön mitzuerleben, wie alles anfing. Manche finden es vielleicht langweilig, aber ich finde es toll den Anfang zu kennen. Zu wissen, wie alles anfing. Und hier ist es nicht nur ein schöner Zusatz, es ist wichtig, um zu verstehen. Man kann Carly und Gerrit  und ihre Beziehung nicht einschätzen, wenn man ihren Anfang nicht kennt.

Es ist unglaublich süß mitzuerleben, wie sie sich erst Blicke zuwerfen, aber nie miteinander reden, sich dann durch einen Bekannten auf einmal direkt gegenüberstehen und sich daraufhin alles auf die richtige und perfekte Art weiterentwickelt, wie es nur bei wahren Seelenverwandten der Fall sein kann. Denn genau das sind die beiden. Seelenverwandte. Wie füreinander geschaffen. Man lernt ihre Geschichte also kennen und somit auch, wie es dazu kommen konnte, dass ihre nahezu perfekte Ehe plötzlich auf Messers schneide steht. Ich konnte mir von Anfang an denken, was der Grund dafür war. Es war also nicht verwunderlich dafür, als das Geschehene erstmals im Buch direkt genannt wurde. Nach diesem Geständnis beginnt die eigentliche Geschichte, um die es in diesem Buch geht und von da an begleitete einen auch als Leser die Frage: Können Carly und Gerrit ihre Ehe retten und vergessen, was passiert ist?

In diesem Buch dreht sich alles hauptsächlich um die beiden Hauptfiguren und einige vereinzelte Nebenfiguren. Aber ich finde es gut, dass die Personenanzahl im überschaubaren Rahmen gehalten wurde, denn es geht ja wirklich nur um Gerrit und Carly. Die zwei lernt man im Laufe der Handlung sehr gut kennen. Und vor allem in Carlys Gedanken- und Gefühlswelt konnte man einen guten Einblick gewinnen, da das Buch ja aus ihrer Sicht geschrieben wurde. Sie ist mir von Anfang an sympathisch und hat eine klaren Traum den sie sehr gerne verwirklichen möchte, was nicht ganz einfach ist, aber sie dennoch nie loslässt. Und auf der anderen Seite: Gerrit. Er ist der ausgeglichene. Der, der immer eine gute Antwort/Satz parat zu haben scheint. Gerrit ist zu Anfang der Inbegriff des perfekten. Zumindest in Carlys Augen und auch der Leser kriegt zu Beginn keine andere Seite von Gerrit zu sehen. Aber je weiter der Roman fortschreitet, desto deutlicher habe ich als Leser erkannt, dass er nicht perfekt ist. Er hat Fehler und einer davon ist seine, beinahe krankhafte, Suche nach einem Grund. Mit tat Carly etwas leid, aber ich konnte Gerrit gut verstehen. Gründe sind wichtig, denn wenn es keinen Grund gibt, warum tut man dann überhaupt irgendetwas? Aber was ist, wenn es keinen wirklichen Grund gibt?

Carlys und Gerrits Welt gerät aus den Fugen und sie müssen versuchen sie wieder zusammen zu flicken. Aber werden sie das schaffen? Ich habe mit Interesse und einem Kopf voller Möglichkeiten, wie die Geschichte der beiden ausgehen wird, verfolgt, wie sie sich geeinigt haben es zu versuchen, gestritten haben, ja, sich sogar angeschrien haben. Aber auch, wie sie sich erneut näher gekommen sind, sich gegenseitig versucht haben zu verstehen, nur um sich dann erneut voneinander zu stoßen. Ich WOLLTE, dass es gut ausgeht, aber allein durch seinen Willen, kann ein Leser nicht viel bewirken.

Der Schreibstil der Autorin macht das Lesen sehr angenehm und rein äußerlich, wenn es nur um das Cover geht, gefällt auch das mir sehr gut.

Ihr wollt wissen, wie es ausgeht? Dann lest dieses Buch! Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen.

Ich vergebe 4,8 von 5 Herzen.


Dienstag, 6. September 2016

Gemeinsam Lesen #8


"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die jedoch von  Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstags werden Fragen beantwortet, um das Buch, das man gerade liest etwas besser vorzustellen.



Als Carly und Gerrit sich begegnen, ist sofort klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Noch während des Studiums ziehen die beiden zusammen und heiraten bald darauf. Die Stabilität ihrer Beziehung steht genauso außer Zweifel wie die Gestaltung ihrer gemeinsamen Zukunft: Carly träumt von einer Karriere als Violinistin, Gerrit möchte als Anwalt für Umweltrecht die Welt verbessern. Ihr Leben voller Liebe, Glück und Geborgenheit könnte kaum vollkommener sein. Doch dann geschieht etwas, das die Beziehung in ihren Grundfesten in Frage stellt. Danach ist nichts mehr so wie vorher. Auf einmal ist alles ungewiss …