Montag, 27. Februar 2017

Rezension: Ein bisschen wie Unendlichkeit


Autor: Harriet Reuter Hapgood
Verlag: Fischer KJB
Preis: 16,99€ [Hardcover]; 14,9€ [Ebook]
Buchlänge: 384 Seiten

»So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit.«


Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

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Erst einmal: Ist das Cover nicht ein Traum? Ich habe mich augenblicklich in es verliebt. Es trifft genau meinen Geschmack und hat mir noch einmal extra Lust darauf gemacht das Buch zu lesen. Das Motiv, die Farben und die Schrift mit dem integrierten Unendlichkeitszeichen - einfach wunderschön.

Gleich auf den ersten paar Seiten des Buches, hab ich gemerkt, dass dieses Buch anders ist. Aber gut anders. Angefangen mit Gotties Namen, aber auch mit ihrer Familie. Eine Gottie hab ich in all den Büchern, die ich gelesen habe, noch nie kennengelernt. Physikbegeistert (passt super zu mir), öfters mal mit den Gedanken woanders und seit dem Tod ihres Großvaters sehr in sich zurückgezogen. Und dann beginnen auch noch diese komischen Wurmlöcher und Filmrisse aufzutauchen. Von ihren Sprüngen in die Vergangenheit ganz zu schweigen! Ich wäre auch sehr verwirrt gewesen an ihrer Stelle. Gottie verbringt ihren Sommer damit herauszufinden, was es damit auf sich hat. Und das ist gar nicht so einfach.
Und dann taucht auch noch Thomas auf. Ihr ehemaliger bester Freund, der mit 12 nach Kanada gezogen ist. Ich mag ihn. Er bäckt, mag Marvel und will sich Gottie nach all den Jahren ohne Kontakt wieder annähern. Doch auch er verbirgt etwas, ein Geheimnis, dass er Gottie vorenthält.
Für Gottie könnte alles so schön sein. Wäre da nicht noch Jason, mit dem sie den letzten Sommer intensiv erlebt hat.
Meine absoluten Lieblingscharaktere sind aber ihr großer Bruder Ned und ihr verstorbener Großvater Grey. Beide sind sehr eigensinnig. Ned mit seinen Klamotten und seiner Fingerbänd. Und Grey von seinem ganzen Verhalten her. Eine ziemlich bunte Mischung also, wie ich sie noch in meinem anderen Buch erlebt habe.

Mich hat das Buch und seine Geschichte von Anfang an fasziniert. Die Charaktere, der Schreibstil und natürlich was es mir Gotties Reisen in die Vergangenheit auf sich hat. Das Universum scheint verrückt zu spielen diesen Sommer. Ich habe tatsächlich etwas in meinem Physikbuch nachgeschlagen! Das ist mir bei keiner anderen Geschichte zuvor passiert. Die Thematik mit Raum, Zeit, Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Zukunft finde ich schon sehr lange interessant. Umso erfreuter war ich, dass sie in diesem Buch so intensiv damit beschäftigt wurde.
Aber ich muss auch sagen, bei all meinem Lob, dass es stellenweise sehr verwirrend war. Es waren schließlich nicht nur Sprünge in die Vergangenheit, sondern auch der Wechsel zwischen verschiedenen Zeitachsen. Und das wirkte für mich manchmal zu gedrängt und ohne richtige Erklärung. An einigen Stellen hab ich die Seiten zwar gelesen, aber das Gefühl gehabt, nicht wirklich zu verstehen, was dort gerade passierte.

Die Gefühle, die Gottie empfindet, aber auch die von anderen Charakteren, kamen jedoch sehr gut bei mir an. Gotties tiefe Gefühle für ihren Großvater beispielsweise. Man merkt, dass sie ihn sehr geliebt hat und sich damit schwertut, damit abzuschließen.

Beenden konnte ich das Buch mit einem guten, befriedigendem Gefühl im Bauch. Vielleicht sind einige Fragen noch offen, aber das stört mich bei diesem Buch irgendwie überhaupt nicht. Es hat sich richtig angefühlt und das ist mir sehr wichtig.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen mit seinem tollen Schreibstil, wobei einige Stellen etwas verwirrend waren. Dennoch eins meiner Lesehighlights diesen Monat.

Freitag, 24. Februar 2017

Show it Friday #20



Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige ein Buch mit deinem weiblichen Lieblingscharakter


Weiblicher Lieblingscharakter? Puh... 



Die Begleiter des Escort Services Beautiful Entourage sind ihr Geld absolut wert. Viele Frauen finden die gutaussehenden, durchtrainierten jungen Männer schlichtweg unwiderstehlich. Doch sie arbeiten hoch professionell und haben strenge Regeln aufgestellt, die nicht gebrochen werden dürfen. Niemals.
 
1. Keine Küsse. 
2. Keine Gefühle. 
3. Kein Sex. Absolut keinen Sex.

Rhett fiel es eigentlich nie schwer, die Regeln einzuhalten. Als jedoch die hübsche Aspen seine Dienste in Anspruch nimmt, um ihr Image bei ihrer Familie aufzupolieren, wird die Sache kompliziert. Vorher hatte er nie Probleme damit, Arbeit und Privates zu trennen. Nun ist er sich nicht mal mehr sicher, wo überhaupt die Unterschiede sind.

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1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf deinem Sub oder deiner Wunschliste?
 
Ich hab das Buch vor einiger Zeit gelesen und es hat mir echt gut gefallen. Eine wunderbar prickelnde Liebesgeschichte. 
Und Aspen ist wirklich eine tolle Frau. Sie ist eine starke, ihre Meinung vertretende Frau, die mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch war. Aber sie hat auch Schwächen, die sie menschlich machen. 
 
2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?
 
Das Cover gefällt mir recht gut. Und die anderen Cover der Reihe sind im ähnlichen Stil gehalten, sodass definitiv Wiedererkennungswert vorhanden ist. 
 
3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja, wie waren sie?

noch nicht, aber wie erwähnt, gibt es noch andere Teile der Reihe und ich bin sicher den ein oder anderen werde ich noch lesen.

Wie sieht's bei euch aus? Kennt ihr das Buch bzw. die Reihe?
 

Montag, 20. Februar 2017

Rezension: Colours & Dreams

Autor: Kirsten Greco
Verlag: Carlsen (Dark Diamonds)
Preis: 4,99€
Seitenanzahl: 350 Seiten


**Folge den goldenen Spuren deiner Zukunft**

Seit der Trennung von ihrem Freund lebt die ausgebildete Krankenschwester Emily wieder in ihrem Elternhaus in New Jersey. Ihr einziger Trost ist ihre Großmutter, mit der sie ein außergewöhnliches Geheimnis teilt: Beide können in die Zukunft blicken, auch wenn Emily sie nicht immer zu deuten weiß. Als ihre Großmutter stirbt, bricht für Emily die Welt zusammen, doch dann erhält sie eine rätselhafte Hinterlassenschaft: ein Fotoalbum, das sie bis ins familiäre Ferienhaus nach Florida und weiter zum Künstleratelier »Colours & Dreams« führt. Dort begegnet sie nicht nur dem faszinierenden Kunstlehrer Declan, sondern stößt auch auf eine mysteriöse Spur – in ihre eigene Zukunft! Eine Schnitzeljagd der ganz besonderen Art beginnt…

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Zuerst einmal finde ich das Cover wirklich schön. Genau so habe ich mir Emily vorgestellt, während ich sie auf ihrer Reise begleitet habe. Und auch ansonsten finde ich es sehr passend zu dem Buch.
Ich glaube zu dem Inhalt muss ich nicht wirklich viel sagen, den Klappentext finde ich sehr aussagefähig. Die Idee finde ich jedenfalls sehr schön und interessant! Eine Schnitzeljagd quer durch Florida und das auch noch mit einem besonderen Hintergrund (den ich natürlich nicht verrate ;) ).

Emily ist eine sehr sympathische Protagonistin, auch wenn ich sie an der ein oder anderen Stelle gern einmal geschüttelt hätte, um ihr einzubläuen, dass sie nicht so naiv sein soll. Sie hat die faszinierende Gabe ihrer Großmutter geerbt, in die Zukunft träumen zu können. Leider funktioniert das am Anfang noch nicht so, wie sie es gerne hätte, aber auch hinter dieses Geheimnis kommt sie, in ihrem Urlaub in Florida.
Ihr passendes Gegenstück lernt sie dort auch gleich kennen. Declan. Ein Künstler, der sofort hingerissen ist von Emily. Und die beiden geben wirklich ein süßes Paar zusammen ab. Auch wenn es mir ein klein wenig zu schnell ging mit deren Beziehung. Er begleitet Emily auf ihrer Reise und zusammen erleben sie das ein oder andere Abenteuer.

Die reise selbst finde ich sehr interessant. Man lernt so viele verschiedene Menschen und ihre Schicksale kennen. Auch hier werden ich nichts verraten, denn jeder Leser sollte diese Momente selbst erleben. An Figurenvielfalt mangelt es diesem Roman jedenfalls definitiv nicht. Sowie Emilys Eltern, scheint auch ihre Großmutter Clair - die zu Beginn des Buchs leider verstirbt, aber dadurch erst den Anstoß für Emilys Reise gibt - immer anwesend zu sein.

Und natürlich gibt es auch einen Gegenspieler, der das ganze interessant gestaltet. Callen. Ein mir von Anfang an unsympathischer Mensch. Das Buch ist aus drei verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Der von Emily, Declans, aber zeitweise auch aus Callens Sicht. Mir gefällt so etwas immer besser, da man dadurch einfach einen viel tieferen Einblick in die Figuren erhält.

Die Figuren, das Cover und die allgemeinen Grundidee gefallen mir also sehr gut. Nur leider hat es mir an der Umsetzung der Handlung manchmal etwas gefehlt. Der Funke ist stellenweise einfach nicht übergesprungen und auch wenn die Handlung anstieg, aber ich es einfach nicht so empfunden. Das Ende war mir dann auch etwas schnell abgehandelt, wobei der Epilog mich noch einmal berührt hat. Es war zwischenzeitlich ein Hin und Her: Packt mich der Roman, packt er mich nicht.

Letztendlich habe ich die Lesestunden aber genossen und ich wurde gut unterhalten. Wer Roadtrips mag mit einem Tick Fantasy und einer Priese Romantik mag, sollte sich dieses Buch definitiv einmal angucken.

Cover Monday #22


Veranstaltet wird er nun von Moyas Buchgewimmel, ins Leben gerufen wurde er jedoch von Emotional Life of Books.

Jeden Montag wird ein Cover vorgestellt, dass einem sehr gut gefällt, unabhängig davon, ob man das Buch besitzt oder nicht, oder ob man es schon gelesen hat oder nicht.


»So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit.«


Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

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Viel kann ich dazu nicht sagen, außer, dass ich mich in dieses Cover Schockverliebt habe. Es ist einfach wunderschön und trifft genau meinen Geschmack. Die Farben, die Schrift, und das eingearbeitete Unendlichkeitszeichen, machen es für mich perfekt und ich bin froh es in meinem Regal stehen zu haben.

Wie findet ihr es?


Freitag, 17. Februar 2017

Show it Friday #19



Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige einen Liebesroman, der dich emotional nicht berührt hat


Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss.

Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.

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1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf dem SuB oder auf der Wunschliste?


Ich finde die Grundidee des Buchs gar nicht schlecht, aber in der Umsetzung hat mir so einiges nicht gefallen, weswegen, unter anderem, mich die Liebesgeschichte auch nicht wirklich berührt hat und überzeugen konnte.


2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover?


Das Cover finde ich absolut toll! Das war definitiv ein Cover-Kauf. Das Meer, das Kleid... wirklich schön.


3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja, wie waren sie?


Nein hab ich nicht, aber ich weiß, dass sie noch andere Bücher geschrieben hat.


Hattet ihr schon einmal das Pech, dass euch ein Liebesroman/Liebespaar überhaupt nicht berührt hat?

Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: Elesztrah - Feuer und Eis


Autor: Fanny Bechert
Verlag: Sternensand Verlag
Preis: 12,95€ [Taschenbuch]; 6,99€ [EBook]
Buchlänge: 460 Seiten

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

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Als aller erstes: Ist das Cover nicht wundervoll? Ich ringe ja manchmal mit mir, ob mir ein Buch als Ebook nicht ausreicht, weil es meistens einfach billiger und sehr viel Platzsparender ist, aber bei diesem Buch hier kam überhaupt gar nicht erst die Frage auf, ob richtiges Buch oder Ebook. Ich habe mich sofort in das Cover verliebt und da das Buch sowieso bei mir einziehen musste, wegen seiner Geschichte, die es erzählt, kam einfach nur das richtige Buch in Frage.

Ich wollte schon lange mal wieder einen High Fanatsy Roman lesen, so mit Elfen, Zwergen, Trollen, Menschen und allem Drum und Dran. Was bin ich froh, dass ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Fanny Bechert hat mich von der ersten Seite an in eine Welt mitgenommen, die von all diesem "Rassen" nur so wimmelt. Gleich zu Anfang habe ich die Elfen kennengelernt, unter ihnen Lysanna und Aerthas, und sie beide waren mir sofort sympathisch. Mit ihnen als Protagonisten und der wechselnden Sichtweise habe ich einen optimalen Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und ihr Wesen erhalten. Ich lese immer mehr Bücher, die aus zwei oder mehr Sichtweisen geschrieben sind und kann mich auch immer mehr dafür begeistern. Man erfährt einfach so viel mehr, als über diedie Sicht eines einzelnen Charakters, die meistens etwas eingeschränkt ist. So aber erfahrt man Dinge, die man sonst wahrscheinlich nicht erfahren hätte.

Da Lysanna dem Clan der "Angelus Mortis" angehört und der aus allerlei Wesen besteht, die eine neue Heimat und/oder Schutz suchten, ist er ziemlich bunt gemischt. So kam ich auch in Kontakt mit Menschen, Zwergen, Trollen und auch Seelenlosen. Diese Kreation der Autorin fasziniert mich sehr, wenn auch nicht am meisten. Menschen, die tot waren, aber eine andere Seele eingepflanzt bekommen haben. Und dann gibt es noch die Essenzen. Noch eine Schöpfung von Fanny Bechert und die, die mich am meisten interessiert. Umso glücklicher bin ich, dass sie auch im nächsten Band eine Rolle spielen werden. Mir gefällt die Art, wie sie in Verbindung mit der Welt stehen und das, falls sie getötet werden sollten, sich die jeweilige Essenz einfach einen neuen Träger sucht.

Wie schon erwähnt fiel mir der Einstieg in die Geschichte rund um Lysanna, ihren Clan und Aerthas sehr leicht, was zum einen der Geschichte an sich geschuldet ist, die mich sofort interessiert und fasziniert hat, aber auch dem Schreibstil der Autorin. Locker, leicht und dahinfließend hat er mich durch das Buch geleitet. Die Geschichte fängt gemäßigt an und wird gen Ende noch einmal richtig spannend. Und das Ende selbst... Ein wirklich gelungener Cliffhanger, der jeden Leser mit vielen unbeantworteten Fragen zurücklässt, die einen Nachts locker wachhalten könnten.

In diesem Buch kam so vieles zusammen, das ich an einem guten Fantasyroman schätze: vielfältige Figuren und Charaktere, eine tolles Grundidee, Schauplätze, die ich liebend gerne einmal selbst besuchen würde wollen, Liebe, Gefühl, Abenteuer, wobei nichts überladen wirkt, sondern im genau richtigen Maß hinzugegeben wurde.

Mit "Elesztrah - Feuer und Eis" ist Fanny Bechert ein Buch gelungen, dass mich vollkommen gefangen nahm und in eine Welt eintauchen ließ, die mich mit all ihren Seiten fasziniert. Eine tolle Geschichte, die mir definitiv Lust auf mehr macht.

Freitag, 10. Februar 2017

Show it Friday #18



Show it Friday, eine Aktion von Sunny's magic books und Seductive Books.

Die Aufgabe der Woche:

Zeige das Buch, das dein Flop 2016 ist



Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…

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1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf deinem SuB oder steht auf deiner Wuli?

Da musste ich heute wirklich nicht lange überlegen. Sinabell. Zeit der Magie hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich weiß zwar, dass es vielen sehr gut gefällt, aber mich hat es einfach nicht erreicht. Weder die Story, noch die Charaktere. Ich finde die Geschichte sehr gedrungen, als hat man ihr einfach nicht genug Platz zum Atmen gegeben. Leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen.

2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?

Im Gegensatz zu der Geschichte, die erzählt wird, finde ich das Cover richtig schön.

3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja, welche?

Hab ich nicht, aber vielleicht werde ich das noch, obwohl ich nach diesem Flop etwas mit mir hadere.

Was war euer letztes Buch, das euch nicht überzeugen konnte?
Was lest ihr gerade?

Mittwoch, 8. Februar 2017

Rezension: Mein Traummann, meine Brüder, ein Zelt und ich



Autor: Shannon Stacey
Verlag: mtb - Harper Collins Germany
Preis: 9,99€ [Ebook]
Buchlänge: 320 Seiten

Ein Neuanfang muss her! Liz Kowalski schickt ihren Freund in die Wüste, verkauft alles, was sie hat, und zieht zurück in ihre Heimatstadt. Doch dort ist es nicht so einfach, wie sie sich es vorgestellt hat: Sie fährt ihr Auto zu Schrott und ihr Retter in der Not ist ausgerechnet Drew – der beste Freund ihres Bruders, mit dem sie ein heißes Intermezzo hatte. Wovon keiner wissen darf! Gar nicht so leicht, denn Drew wird zu dem jährlichen Familienausflug eingeladen. Nun schläft Liz Zelt an Zelt mit ihrem verbotenen Traummann … Herzerfrischend und gefühlvoll – New York Times-Bestsellerautorin Shannon Stacey nimmt Sie mit auf einen herrlich turbulenten, romantischen Campingausflug!

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Einen Neuanfang. Herausfinden, was sie im Leben will. Ihr Leben ausloten. Das ist es, was Liz Kowalski gerade will. Und als Anfang aller Dinge zieht sie zurück in ihre Geburtsstadt, zurück zum Sitz ihrer Familie. Zurück zu Drew, mit dem sie auf der Hochzeit ihres Bruders eine kurze Affäre hatte. Und ausgerechnet er ist der beste Freund ihres Bruders Mitch.
Und Drew? Der hat sich von seiner Frau getrennt, die ihm seit Ewigkeiten endlich gestanden hat, dass sie keine Kinder will. Dabei ist es genau das, was Drew sich wünscht. Liz, deren Ziele überhaupt nicht in diese Richtung gehen, ist also alles andere als die Richtige Frau für ihn, aber da ist diese Anziehungskraft... Und als dann auch noch ein Familienausdruck ansteht, auf dem Drew nicht fehlen darf, als bester Freund von Mitch.

Das Buch ist Teil einer Serie rund um die Familie Kowalski, genauer meistens um die Männer der Familie, Liz Brüder und Cousins. Leider habe ich noch keins der anderen Bücher gelesen, aber nach diesem hier liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass ich mir auch welche der anderen zulegen, vor allem, weil ich einige der Protagonisten aus den anderen Büchern kennengelernt habe, und ich sie schon jetzt toll finde.

Der Einstieg in das Buch fiel mir wirklich extrem leicht. Gleich zu Beginn lernt man Liz und Drew kennen, die mir beide von Anfang an sehr sympathisch sind. Liz Entscheidung einen Neubeginn zu starten ist überdeutlich und man merkt, dass ihr ihre Familie sehr wichtig ist und sie sie sehr vermisst hat. Die lernt man im übrigen auch kennen, vor allem während des Familienausflugs, aber auch anderweitig. Und bei den vielen Charakteren ist es manchmal echt schwer alle auseinander zu halten. Aber das ist etwas, dass mir gut gefallen hat. Diese ungewöhnliche Charaktervielfalt und auch wenn Liz und Drew immer im Vordergrund standen, habe ich doch auch einige der Nebenfiguren kennen und mögen gelernt. So allen voran Mitch, ihren Bruder und bester Freund von Drew. Aber auch Rosie, die Liz wie eine Tochter aufgezogen hat. Jeder Charakter hat seine Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheiden.

Den meisten Szenen haftet ein Witz an, der mir des Öfteren ein Schmunzeln auf Gesicht gezaubert hat. Keiner aus der Familie und deren Ehegatten sind auf den Mund gefallen und so entstehen einige amüsante Situationen. Es gibt aber auch einige ernstere Szenen, die vor allem gegen Ende des Buches vermehrt auftreten. Sie stehen im Schönen Gegensatz zueinander und gleichen sich sozusagen aus, wobei die Schönen und Lustigen Szenen natürlich überwiegen. Aber das Drama darf natürlich auch nicht fehlen. Liz und Drew wollen unterschiedliche Dinge, können ihre Zuneigung zueinander aber auch nicht ignorieren. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit ihrem Bruder...  

Insgesamt handelt es sich bei "Mein Traummann, meine Brüder, ein Zelt und ich" um einen leichten Liebesroman, bei dem man abschalten und einfach genießen kann.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezension: Cindy & Rella

Autor: Marie Menke
Verlag: Carlsen (impress)
Preis: 3,99€
Seitenanzahl: 263 Seiten


**Die Prinzessin und das Aschenputtel**

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…

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Das Buch beginnt direkt mit dem Morgen von Cindys und Rellas 17. Geburtstag, dabei ist Rella jedoch einige Tage älter. Der Beginn von Rellas Geschichte spielt also ein paar Tage vor dem von indys. Für beide ist es ein besonderer Tag. Während Rella sehnsüchtig auf den Brief wartet, der ihr ihren zukünftigen und lebenslänglichen Beruf in der Fabrik mitteilen soll, ist Cindy schon ganz aufgeregt, weil am Abend ihre spektakuläre Geburtstagsfeier steigen sollen. Nun, bei beiden läuft der Tag nicht ganz wie geplant: Rella bekommt nicht ihren erhofften Beruf und da beschließt sie, als sie von einem Auftrag hört, der aus der Fabrik rausführen soll, zwar nur für einen Abend, die Chnace zu ergreifen. Den Abend von Cindys Geburtstagsfeier, der für Cindy alles andere als entspannt und ausgelassen wird.

Gleich zu Beginn merkt man, dass Cindy und Rella aus zwei komplett unterschiedlichen Welten stammen und auch von der Persönlichkeit sehr unterschiedlich sind. Rella ist es gewöhnt jeden Tag hart zu arbeiten und ihr einziger Rückzugsort besteht aus einem kleinen Zimmer. Sie ist ein sehr neugieriges Mädchen, was ihr manchmal wirklich nicht gut bekommt. Währenddessen lebt Cindy ein Leben im Luxus, denn Vater ist ein erfolgreicher Schauspieler, der sein Geld jedoch noch auf ganz andere Weise ein wenig aufstockt. Sie ist es gewöhnt zu bekommen, was sie möchte und ihr größtes Problem war bis zu diesem entscheidenden Abend, dass sie sich einen Kratzer an der Wange zugezogen hat.
Nur Timothy scheint sie nicht zu kriegen. Heimlich schon seit Jahren in ihn verliebt, scheint er einfach nicht das selbe für sie zu empfinden. Und Rella? Die hat genau das entgegengesetzte Problem. Joshua scheint sie wirklich zu mögen...

Ein Abend voller Probleme scheint vorprogrammiert, als Rella, Joshua und ein paar andere den Club, in dem Cindys Party steigt, besuchen dürfen, um dort zu arbeiten. Die Erzählperspektive wechselt immer zwischen Cindy und Rella hin und her und somit weiß man immer bescheid, was gerade bei jeder passiert. Ich finde es ziemlich passend, dass diese Erzählform mit Perspektivwechsel gewählt wurde, da ich so einen hervorragenden Einblick in die Charaktere der Mädchen bekommen habe. Der Wechsel geschah auch ziemlich oft, wobei mir das an manchen gut gefallen hat, an manchen aber auch den Lesefluss etwas unterbrochen hat. An sich hatte ich damit aber keine großen Probleme und konnte mich ganz auf die Handlung und ihre Figuren konzentrieren. Und konzentrieren musste man sich schon, wenn man alle Puzzleteile zusammensetzen wollte. Die Grundidee des Buchs finde ich sehr gelungen und auch Parallelen zu Cinderella habe ich, wie erhofft, einige gefunden. Überzeugen konnte mich das Buch auch mit seinem Schreibstil, der leicht und einfach ist, sodass ein schnelles vorankommen garantiert ist.

Nur Stück für Stück wird aufgedeckt, was es mit der Fabrik, den Arbeitern und Rellas Unwissen über scheinbar so alltägliche Dinge wie Musik zu tun hat. Dieses Rätselraten hat mir ziemlich gut gefallen und auch, dass vieles erst gen Ende richtig klar wurde. Wobei ich leider auch sagen muss, dass mir am Ende einfach zu viel offen gelassen wurde und einige Vermutungen von Cindy und Rella unbestätigt zurückblieben. Auch das Ende wurde, meiner Meinung nach, etwas zu eilig und kurz abgehandelt. Auch hatte ich leider das Gefühl, dass ich keine richtige Nähe zu dem Buch aufbauen konnte und immer das Gefühl hatte zu sehr auf Distanz zu sein.

Abschließend kann ich sagen, dass ich das Lesen durchaus genossen habe, mich aber ein paar Kleinigkeiten gestört haben. Wer Märchenadaptionen liebt, sollte sich diese Geschichte also unbedingt einmal näher anschauen.